18.01.2016 11:42 (Christoph Grau)
Studie von Brainloop

DACH-Manager vernachlässigen Datensicherheit

(Quelle: Flickr / Yuri Samoilov / CC BY 2.0)
Wie gehen Unternehmen im DACH-Raum mit ihren Daten um? Eine Studie von Brainloop zeigt: Die IT soll sich darum kümmern. Aber in kaum einer der befragten Firmen gibt es eine Datenschutzabteilung.

"Deutsche Messe Interactive" hat zusammen mit Brainloop eine Umfrage zum Stellenwert der Datensicherheit durchgeführt. Sie befragten 304 Führungskräfte in deutschen, österreichischen, Schweizer und britischen Unternehmen.

Die Studienautoren kamen zum Schluss, dass das Management beim Datenschutz häufig nicht genügend Verantwortung übernimmt. Bei zwei Dritteln der befragten DACH-Unternehmen war einzig die IT für die Datensicherheit verantwortlich. In 18 Prozent der Unternehmen gab es hierfür eine eigene Fachabteilung. Nur bei 8 Prozent zeichnete die Geschäftsleitung verantwortlich.

Nur 55 Prozent planen Datenverlust im Risikomanagement ein

Lediglich Grossbritannien stach hervor. Bei 25 Prozent der befragten britischen Unternehmen lag das Thema Datensicherheit im Verantwortungsbereich des Managements. Bei 42 Prozent der Unternehmen sind die IT-Abteilungen verantwortlich. 12 Prozent hatten hierfür eigene Fachabteilungen.

Beim Risikomanagement hinkt laut Studie der DACH-Raum ebenfalls hinterher. Nur 55 Prozent der Unternehmen aus den DACH-Ländern haben den Verlust von unternehmenskritischen Daten im Risikomanagement mit eingeplant. In Grossbritannien seien es hingegen 70 Prozent.

Angst vor Datenverlust fördert Sensibilität

Trotzdem schätzen 61 Prozent der befragten Führungskräfte aus dem DACH-Raum die potenziellen wirtschaftlichen Schäden durch Datenverluste als hoch ein. Eine gewisse Sensibilität für den Datenschutz ist also vorhanden.

Eine andere Umfrage von "Deutsche Messe Interactive" und Brainloop ergab ein ähnliches Ergebnis. Jeder zweite Befragte sah die Unternehmensexistenz durch Datenverluste gefährdet. Das Bewusstsein der Mitarbeiter im Umgang mit sensiblen Daten habe zugenommen, schreiben die Autoren.

Das zeige sich auch beim Austausch von Dokumenten in Unternehmen. Mehr als die Hälfte der DACH-Unternehmen verwendete hierfür eigene Collaboration-Lösungen oder griff auf sichere Filesharing-Lösungen zurück.

Alle Abteilungen im Unternehmen müssen zusammenspielen

Mängel stellten die Studienautoren hingegen im Bereich der Klassifizierung von vertraulichen Dokumenten fest. 53 Prozent der Befragten im DACH-Raum gaben an, über solche Regelungen zu verfügen. Bei 42 Prozent gebe es diese Massnahmen nur in eingeschränktem Masse.

Für die Studienautoren ist die Datensicherheit eine ganzheitliche Aufgabe in Unternehmen. Das Zusammenspiel von IT, Fachabteilungen, Management und Mitarbeitenden sei entscheidend für eine erfolgreiche Strategie.

"Deutsche Messe Interactive" hat zusammen mit Brainloop eine Umfrage zum Stellenwert der Datensicherheit durchgeführt. Sie befragten 304 Führungskräfte in deutschen, österreichischen, Schweizer und britischen Unternehmen.

Die Studienautoren kamen zum Schluss, dass das Management beim Datenschutz häufig nicht genügend Verantwortung übernimmt. Bei zwei Dritteln der befragten DACH-Unternehmen war einzig die IT für die Datensicherheit verantwortlich. In 18 Prozent der Unternehmen gab es hierfür eine eigene Fachabteilung. Nur bei 8 Prozent zeichnete die Geschäftsleitung verantwortlich.

Nur 55 Prozent planen Datenverlust im Risikomanagement ein

Lediglich Grossbritannien stach hervor. Bei 25 Prozent der befragten britischen Unternehmen lag das Thema Datensicherheit im Verantwortungsbereich des Managements. Bei 42 Prozent der Unternehmen sind die IT-Abteilungen verantwortlich. 12 Prozent hatten hierfür eigene Fachabteilungen.

Beim Risikomanagement hinkt laut Studie der DACH-Raum ebenfalls hinterher. Nur 55 Prozent der Unternehmen aus den DACH-Ländern haben den Verlust von unternehmenskritischen Daten im Risikomanagement mit eingeplant. In Grossbritannien seien es hingegen 70 Prozent.

Angst vor Datenverlust fördert Sensibilität

Trotzdem schätzen 61 Prozent der befragten Führungskräfte aus dem DACH-Raum die potenziellen wirtschaftlichen Schäden durch Datenverluste als hoch ein. Eine gewisse Sensibilität für den Datenschutz ist also vorhanden.

Eine andere Umfrage von "Deutsche Messe Interactive" und Brainloop ergab ein ähnliches Ergebnis. Jeder zweite Befragte sah die Unternehmensexistenz durch Datenverluste gefährdet. Das Bewusstsein der Mitarbeiter im Umgang mit sensiblen Daten habe zugenommen, schreiben die Autoren.

Das zeige sich auch beim Austausch von Dokumenten in Unternehmen. Mehr als die Hälfte der DACH-Unternehmen verwendete hierfür eigene Collaboration-Lösungen oder griff auf sichere Filesharing-Lösungen zurück.

Alle Abteilungen im Unternehmen müssen zusammenspielen

Mängel stellten die Studienautoren hingegen im Bereich der Klassifizierung von vertraulichen Dokumenten fest. 53 Prozent der Befragten im DACH-Raum gaben an, über solche Regelungen zu verfügen. Bei 42 Prozent gebe es diese Massnahmen nur in eingeschränktem Masse.

Kommentar verfassen

    © Netzmedien AG 2016
    Alle Rechte vorbehalten. Eine Weiterverarbeitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung zu gewerblichen oder anderen Zwecken ohne vorherige ausdrückliche Erlaubnis von Netzwoche ist nicht gestattet.

    Diesen Artikel finden Sie auf Netzwoche unter:

    http://www.netzwoche.ch/News/2016/01/18/DACH-Unternehmen-vernachlaessigen-Datensicherheit.aspx