Swisscom verzichtet auf Knebelverträge
Wer aus einem laufenden Handyvertrag aussteigen will, muss künftig keine hohenStrafgebühren mehr bezahlen. Die automatische Verlängerung von Swisscom-Mobilfunktabos wird noch dieses Jahre abgeschafft.
Gemäss einer Meldung der Nachrichtenagentur AWP will Swisscom damit aufhören, wechselwillige Kundinnen und Kunden an sich zu binden. Die sogenannten Rollover-Verträge sollen noch in diesem Jahr abgeschafft werden. Dies sind Verträge, die sich nach Ablauf der Mindestvertragsdauer automatisch jeweils um ein Jahr verlängern und nur einmal jährlich spesenfrei gekündigt werden können.
Bisher musste ein Swisscom-Kunde, wenn er aus einem laufenden Handyvertrag aussteigen wollte, eine exorbitante Strafgebühr von mehreren hundert Franken bezahlen. Swisscom war vor zehn Jahren nämlich die erste Anbieterin, die diese Knebelverträge für Mobilfunk-Abos eingeführt hat. Sunrise und Orange zogen kurz darauf nach. Der Internet Vergleichsdienst Comparis.ch hatte diese "konsumentenfeindliche" Praxis, welche die Telko seit Jahren praktizierte kritisiert und begrüsst nun die Entscheidung. "Ich finde es super, dass Swisscom diesen Schritt macht. Wurde aber auch Zeit, nach zehn Jahren Knebelvertrag-Praxis", sagte Ralf Beyeler, Telecom-Experte von comparis.ch.
Neben der Abschaffung der automatischen Verlängerung von Handyverträgen würden weitere Verbesserungen des Kundendienstes eingeführt, erklärte die Swisscom gegenüber AWP. So werde beispielsweise eine Kostenlimite für die Übertragung von Daten im Ausland (sog. Roaming) noch im ersten Halbjahr 2011 eingeführt.
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