Reichster Mann der Welt muss 900 Millionen Franken zahlen
Der mexikanische Milliardär Carlos Slim ist von den Kartellbehörden zu einer Strafe von mehreren hundert Millionen Franken verurteilt worden.
Der reichste Mann der Welt und Besitzer des Mobilfunkanbieters Telcel, Carlos Slim, wurde wegen der Teilnahme an monopolistischen Massnahmen zu einer Rekordstrafe von rund 700 Millionen Euro (900 Millionen Franken) verurteilt, berichtet die Handelszeitung.
Dem Mobilfunkunternehmen wird vorgeworfen, dass es seine Konkurrenten mit monopolistischen Massnahmen benachteiligt habe. So verlange Telcel von den Konkurrenten Gebühren, die weit über dem Preis der Gespräche lägen. Die Untersuchung der Monopolpraktiken waren 2006 von Konkurrenten wie Telefonica , Axtel und Protel beantragt worden, die auf dem Markt in Mexiko drängten. Laut Berechnungen der Behörde ist dadurch ein Schaden von 3,5 Milliarden Euro entstanden. Gemäss Berichten von mexikanischen Medien kann Telcel in den kommenden 30 Tagen noch Einspruch gegen die Entscheidung der Wettbewerbshüter einlegen.
Slim ist laut der US-Zeitschrift "Forbes" mit einem Vermögen von 74 Milliarden Dollar der reichste Mensch der Welt. Zu seinem Imperium gehören neben den Telefongesellschaften Telcel (mobil) und Telmex (Festnetz), Banken, Bauunternehmen, Minengesellschaften und Restaurantketten.
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