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01.03.2013 11:51 (Daniela Fritz)
Open-Source-Roundtable

Der Computer am Schlüsselbund

Schüler im Klassenzimmer (Symbolbild).
Schüler im Klassenzimmer (Symbolbild). (Quelle: Netzmedien AG, Zürich)
Der Lernstick war eines von drei Projekten, das am gestrigen Open-Source-Roundtable in Bern vorgestellt wurde. Er basiert auf freier Software und wird bereits an mehreren Schulen eingesetzt.

PC-Arbeitsplätze sind an Schulen nicht mehr wegzudenken. Dies bedeutet aber auch einen hohen Verwaltungsaufwand. Jeder Schüler benötigt entweder ein eigenes Profil, was bei der hohen Fluktuation der Schüler jedoch sehr aufwendig ist. Eine andere Möglichkeit wären Klassenprofile, die nach Beenden der Sitzung allerdings zurückgesetzt werden. Ein personalisierter Zugang ist so nicht möglich.

Mobiler Lernraum

Aus diesem Grund hat Ronny Standtke, Dozent für Medienpädagogik an der Fachhochschule Nordwestschweiz, den Lernstick entwickelt, den er am gestrigen Open-Source-Roundtable in Bern präsentierte. Der Lernstick ist ein gewöhnlicher USB-Stick, auf dem ein Live-Betriebssystem mit automatischer Hardware-Erkennung installiert ist. Somit kann fast jeder Computer vom Stick aus gestartet werden. Das Lernstick-System benötigt dazu nur einen Intel-kompatiblen Computer mit mindestens 250 MB Speicher.

Einsatz von Open-Source

Jeder Schüler erhält einen USB-Stick, der auf dem Betriebssystem Linux basiert. Zudem können unter anderem Lernprogramme, ein vollständiges Office-Paket sowie Internetanwendungen auf den Stick geladen werden, die auf Open Source basieren. Auch Prüfungssituationen können somit simuliert werden. Die Schüler arbeiten auf ihren eigenen Laptops, haben aber beispielsweise keinen Zugang zum Internet oder Kommunikationsmöglichkeiten.

Geringer Wartungsaufwand

Durch den Lernstick können Schulen den Wartungsaufwand für Geräte niedrig halten. Die automatische Hardwareerkennung erlaubt auch heterogene Hardware. Da auf dem Stick freie Software verwendet wird, fallen keine Lizenzgebühren an. Auch der Verwaltungsaufwand wird erheblich vermindert, da keine Schülerprofile erstellt werden müssen, so Standtke. Der Stick wird bereits an mehreren Schulen in der Schweiz sowie im Ausland eingesetzt.

Open-Source-Migration

Neben Standtke präsentierten weitere Referenten ihre Projekte auf dem Open-Source-Roundtable, der von der Interfraktionellen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit der Stadt Bern organisiert wurde. Jutta Kreyss, IT-Architektin der Stadt München, erzählte vom IT-Veränderungsprojekt "Limux" (nicht Linux) der Stadt München. Dabei wurden über 12'000 PC-Arbeitsplätze auf die eigene Linux-Distribution "Limux" und die offene Software Openoffice migriert.

Südtirol setzt auf Open Source

Über die Parallelen zwischen Südtirol und der Schweiz sinnierte Patrick Ohnewein vom Zentrum für Free Software & Open Technologies im Südtiroler Tis Innovation Park. Neben der hohen Bedeutung der Landwirtschaft und des Tourismus sei auch die Mehrsprachigkeit eine Gemeinsamkeit, die in der Verwaltung immer wieder eine Herausforderung darstelle. Mittlerweile werde freie Software in Südtirol in der öffentlichen Verwaltung, Unternehmen und Forschungseinrichtungen eingesetzt.

PC-Arbeitsplätze sind an Schulen nicht mehr wegzudenken. Dies bedeutet aber auch einen hohen Verwaltungsaufwand. Jeder Schüler benötigt entweder ein eigenes Profil, was bei der hohen Fluktuation der Schüler jedoch sehr aufwendig ist. Eine andere Möglichkeit wären Klassenprofile, die nach Beenden der Sitzung allerdings zurückgesetzt werden. Ein personalisierter Zugang ist so nicht möglich.

Mobiler Lernraum

Aus diesem Grund hat Ronny Standtke, Dozent für Medienpädagogik an der Fachhochschule Nordwestschweiz, den Lernstick entwickelt, den er am gestrigen Open-Source-Roundtable in Bern präsentierte. Der Lernstick ist ein gewöhnlicher USB-Stick, auf dem ein Live-Betriebssystem mit automatischer Hardware-Erkennung installiert ist. Somit kann fast jeder Computer vom Stick aus gestartet werden. Das Lernstick-System benötigt dazu nur einen Intel-kompatiblen Computer mit mindestens 250 MB Speicher.

Einsatz von Open-Source

Jeder Schüler erhält einen USB-Stick, der auf dem Betriebssystem Linux basiert. Zudem können unter anderem Lernprogramme, ein vollständiges Office-Paket sowie Internetanwendungen auf den Stick geladen werden, die auf Open Source basieren. Auch Prüfungssituationen können somit simuliert werden. Die Schüler arbeiten auf ihren eigenen Laptops, haben aber beispielsweise keinen Zugang zum Internet oder Kommunikationsmöglichkeiten.

Geringer Wartungsaufwand

Durch den Lernstick können Schulen den Wartungsaufwand für Geräte niedrig halten. Die automatische Hardwareerkennung erlaubt auch heterogene Hardware. Da auf dem Stick freie Software verwendet wird, fallen keine Lizenzgebühren an. Auch der Verwaltungsaufwand wird erheblich vermindert, da keine Schülerprofile erstellt werden müssen, so Standtke. Der Stick wird bereits an mehreren Schulen in der Schweiz sowie im Ausland eingesetzt.

Open-Source-Migration

Neben Standtke präsentierten weitere Referenten ihre Projekte auf dem Open-Source-Roundtable, der von der Interfraktionellen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit der Stadt Bern organisiert wurde. Jutta Kreyss, IT-Architektin der Stadt München, erzählte vom IT-Veränderungsprojekt "Limux" (nicht Linux) der Stadt München. Dabei wurden über 12'000 PC-Arbeitsplätze auf die eigene Linux-Distribution "Limux" und die offene Software Openoffice migriert.

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