Roaming oder kein Roaming?
Ein aktueller Gesetzesentwurf zum EU-Telekommunikationsmarkt schafft Verwirrung: Während ein früherer Entwurf von EU-Kommissarin Neelie Kroes eine drastische Senkung der Roaming-Gebühren vorsah, ist im aktuellen Bericht keine Rede mehr davon.
EU-Kommissarin Neelie Kroes hat offenbar die Vorschläge zur drastischen Senkung der Roaming-Gebühren verworfen. Dies soll aus einem Dokument der EU-Kommission hervorgehen, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.
Gemäss Reuters sah ein früherer Entwurf eine Obergrenze von 3 Cent pro Minute für Anrufe und 1,5 Cent pro Megabyte beim Surfen vor. Kroes habe dies jedoch aus dem aktuellen Entwurf gestrichen. Mögliche Ursache für den Rückzug von diesen Plänen sei heftige Kritik von Seiten der CEOs von Orange, Telecom Italia, Telefonica und der Deutschen Telekom.
Wie Heise jedoch berichtet, halte die EU-Kommision am Plan fest, die Gebühren zu senken. Ziel sei es immer noch, dass mobiles Telefonieren und Surfen im EU-Ausland gleich viel kostet wie im Inland, wird ein EU-Sprecher zitiert.
Die endgültige Gesetzesvorlage wird am 10. September präsentiert. Dieser muss von allen 28 EU-Mitgliedsländer sowie dem Europäischen Parlament zugestimmt werden.
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