Lob für Apple, Schelte für Whatsapp
Die Electronic Frontier Foundation hat die Datenschutzpolitik von 24 IT-Unternehmen unter die Lupe genommen. Drei davon schneiden besonders schlecht ab.
Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat analysiert, wie sorgfältig die grössten IT-Unternehmen mit den Daten ihrer Nutzer umgehen. Die US-Bürgerrechtsorganisation beobachtete unter anderem, wie sich Firmen verhalten, wenn Behörden die Herausgabe von Nutzerdaten verlangen. Das Ranking belohnt Unternehmen, die sich öffentlich gegen Überwachungsmassnahmen aussprechen und fair kommunizieren. Wer keine Transparenzberichte veröffentlicht, wird mit Negativpunkten bestraft.
Apple schlägt Google
Folgende Firmen holten sich die Höchstnote: Adobe, Apple, Credo, Dropbox, Sonic, Wickr, Wikimedia, Wordpress.com und Yahoo. Apple wird in der Studie besonders gelobt. Das Unternehmen halte sich an die Best Practices der Branche und setze sich stark für die Rechte seiner Nutzer ein.
Google hingegen wird nur mit drei von fünf Sternen bewertet. Verlangt eine Behörde auf Basis des Electronic Communications Privacy Acts die Herausgabe von Daten, informiert Google seine Nutzer nicht konsequent. Nutzt die betroffene Person zum Beispiel das kostenpflichtige Enterprise-Apps-Angebot von Google, wird teilweise nur der Domain-Administrator informiert. Wie lange Google welche Daten behalte, sei zudem nach wie vor nicht ganz klar, heisst es in der Studie.
Whatsapp katastrophal
Am schlechtesten schneiden Whatsapp und die beiden US-amerikanischen Telkoprovider AT&T und Verizon ab. Whatsapp wird gar mit nur einem von fünf Sternen abgestraft. Die EFF untersuchte Whatsapp zum ersten Mal. Das Unternehmen sei darüber informiert gewesen. Es habe ein ganzes Jahr Zeit gehabt, um sich für die Bewertung zu rüsten. Passiert sei aber nichts, schreibt die EFF.
AT&T wiederum gebe sich zwar Mühe, erhielt aber von den Autoren ebenfalls nur einen Stern. Der Netzbetreiber erfülle nur die Standards von 2014, scheitere aber an der höher gesteckten Messlatte für 2015. Auch der Konkurrent Verizon schneidet mit zwei von fünf Sternen nur minimal besser ab.
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