Chameleon soll VPN sicherer machen
VPN anonymisiert Web-Traffic und schützt so die Privatsphäre von Internetnutzern. Wie effektiv das heute noch funktioniert, ist nach den NSA-Enthüllungen umstritten. Das Unternehmen Golden Frog will VPN nun mit der neuen Technologie "Chameleon" wieder sicherer machen.
Das VPN-Protokoll, das die Privatsphäre von PC-Nutzern schützen soll, ist weltweit unter Beschuss. Im Zuge der NSA-Enthüllungen schloss zum Beispiel der VPN-Provider Cryptoseal seinen Dienst für Privatkunden. Die US-Regierung könne jederzeit die Überwachung von Nutzern anordnen oder sich gar kryptografische Schlüssel aushändigen lassen, begründeten die Betreiber damals die Abschaltung.
Auch der VPN-Anbieter Golden Frog hat das Problem erkannt. Regierungen würden weltweit versuchen, VPN als sichere Technologie zu schwächen, so Golden Frog. Das Unternehmen, das auch Server in der Schweiz betreibt und seit Januar 2014 einen Geschäftssitz im Luzernischen Meggen hat, nennt China als Beispiel. Seit 2012 könne China verschlüsselte Kommunikationen auf dem OpenVPN-Protokoll identifizieren, blockieren und drosseln. Auch Nordkorea, Russland, Iran und die Türkei nutzen laut Golden Frog Verfahren wie Deep Packet Inspection, um ihre Bürger zu überwachen.
Golden Frog bietet den Premium-Kunden seines VyprVPN-Diensts neu eine Technologie namens Chameleon an, die eine derartige Überwachung verhindern soll. Chameleon manipuliere Metadaten von VPN-Verbindungen. So sei es für Firewalls schwieriger, den Traffic zu erkennen.
Schade nur, dass Chameleon proprietär und der Code geheim ist. Ob das Angebot für den Einsatz in Unternehmen vertrauenswürdig genug ist, muss also jeder potentielle Kunde selbst entscheiden.
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