Resultate der ICT-Fachkräfte-Studie

Engpass bei ICT-Fachkräften kaum zu vermeiden

Uhr | Aktualisiert

ICT-Berufsbildung Schweiz hat heute bei einer Pressekonferenz die Resultate der ICT-Fachkräftemangel-Prognose 2022 bekanntgegeben. Die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative könnte den Ausbildungsbedarf mehr als verdoppeln.

ICT-Berufsbildung Schweiz hat nun die offiziellen Zahlen seiner Studie zum Fachkräftemangel kommuniziert. Die Dachorganisation der Verbände sowie der Anbieter- und Anwenderunternehmen von Informations- und Kommunikationstechnologien informierte an einer Medienkonferenz. Nachdem der Sonntagsblick bereits am Wochenende erste Zahlen veröffentlichte, wurden diese mit Spannung erwartet.

Im Jahr 2022 liegt der ICT-Fachkräftemangel voraussichtlich bei 14'000 Personen. Je nach Umsetzung der Masseinwanderungsinitiative kann die Anzahl ausländischer Fachkräfte auf dem Schweizer Arbeitsmarkt beschränkt werden. Bei einer Beschränkung der gesamtschweizerischen Einwanderung auf 40'000 Personen wird dies bis zum Jahr 2022 den voraussichtlichen ICT-Fachkräftemangel mehr als verdoppeln - auf bis zu 30'000 Personen.

Was tun?

"Wir sind überrascht, dass in den letzten zwei Jahren die Anzahl der ICT-Beschäftigten um 21'000 stieg," erklärt Andreas Kälin, Geschäftsführer von ICT Schweiz. Das sind 12 Prozent mehr seit der letzten Studie vor zwei Jahren. Rund 197'600 Leute sind heute in diesem Berufsfeld tätig. Das Beschäftigungswachstum ist viermal so hoch wie im Schweizer Durchschnitt und das ICT-Berufsfeld heute das sechstgrösste der Schweiz. Dies zeigt die neue Studie.

Der ICT-Fachmangel sei primär das Problem der Unternehmen, und bei diesen liege auch die Hauptverantwortung. Zwar sind seit 2009 die Ausbildungsplätze um 23 Prozent - also 1637 Plätze - erhöht worden, aber es braucht weitere Bemühungen, um neue Fachleute auszubilden. Des Weiteren sollen sich bestehende Mitarbeitende durch breit abgestützte Weiterbildungen langfristig weiterqualifizieren. Zuletzt müssen die Firmen auch ausreichend Fachleute im Ausland rekrutieren können, da der Bedarf sonst unmöglich abgedeckt werden könne, so die Studie.

Der Dachverband ICT Schweiz untersucht seit 2010 alle zwei Jahre die Situation der ICT-Fachkräfte in der Schweiz. Dazu erstellt er jeweils eine Prognose, wie viele Fachkräfte in den kommenden Jahren benötigt werden.

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