Selbstfahrende Autos

Baidu schliesst Partnerschaften mit Bosch und Continental

Uhr | Aktualisiert

Baidus Plattform für autonome Fahrzeuge hat Zuwachs bekommen. Das Unternehmen schloss Partnerschaften mit Bosch und Continental. Die Unterzeichnung erfolgte im Rahmen eines Staatsbesuchs.

Frank Jourdan, Continental-Vorstandsmitglied und Leiter der Division Chassis & Safety, und Qi Lu, Group President und COO von Baidu, unterzeichneten das Abkommen in Berlin. (Quelle: Continental)
Frank Jourdan, Continental-Vorstandsmitglied und Leiter der Division Chassis & Safety, und Qi Lu, Group President und COO von Baidu, unterzeichneten das Abkommen in Berlin. (Quelle: Continental)

Der chinesische Technologieriese Baidu (百度) hat zwei grosse Partner für selbstfahrende Autos gefunden. Das Unternehmen unterzeichnete am 31. Mai Kooperationsvereinbarungen mit den deutschen Autozulieferern Bosch und Continental, wie die Firmen mitteilen. Die Unterzeichnung erfolgte im Rahmen des Staatsbesuchs des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang (李克强).

Baidu stärkt damit seine Plattform für selbstfahrende Autos namens Apollo (阿波罗). Erst Ende April öffnete das Unternehmen diese für weitere Partner. Im Gegensatz zu anderen Herstellern, wie etwa Tesla oder Google, verfolgt Baidu damit einen offenen Ansatz. Die Apollo-Plattform besteht aus Fahrzeugen, Hardware, Software und Cloud-Diensten.

Technologie und Services beisteuern

Bosch will für das Projekt Apollo vor allem Sensoren liefern, heisst es in der Mitteilung. Weiterhin arbeiten die Firmen an Lösungen zur Eigenlokalisierung der Fahrzeuge. Bosch unterstütze Baidu zudem bei der Ausarbeitung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für selbstfahrende Autos in China. Nach eigenen Angaben arbeitet Bosch seit 2011 am automatisierten Fahren und beschäftigt rund 3000 Ingenieure in diesem Bereich.

Continental und Baidu wollen gemeinsam "Technologien, Produkte und Geschäftsmodelle entwickeln", schreibt Continental. Daraus sollen "umfassende und zuverlässige Lösungen für automatisiertes Fahren, vernetzte Fahrzeuge und intelligente Mobilitätsdienste" entstehen.

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