Testphase beginnt

Zürcher Fintech Everon startet mit Private-Banking-App

Uhr
von Joël Orizet und kfi

Everon beginnt die Testphase für seine Private-Banking-App. Das Zürcher Fintech-Start-up will mit der App digitalaffinen Nutzerinnen und Nutzern einen Zugang zu professionellen Anlagemöglichkeiten bieten.

(Source: Tatsianama / iStock.com)
(Source: Tatsianama / iStock.com)

Everon hat seine Private-Banking-App bereits im vergangenen Jahr angekündigt – nun läutet das Zürcher Fintech die "First-Mover-Phase" ein. Erste Nutzerinnen und Nutzer sollen auf die App zugreifen können, wie das Unternehmen mitteilt. Das Feedback der User soll in die Weiterentwicklung der App einfliessen.

Mit der App sollen Kundinnen und Kunden beispielsweise bezahlen, anlegen und ihre Vorsorge regeln können. Nutzende erhielten auch Zugang zu Anlagemöglichkeiten, die bislang institutionellen Anlegern und hochvermögenden Privatkunden vorbehalten waren, teilt Everon mit. Möglich machen soll dies die Kooperation mit dem Multi Family Office Swiss 5 Group. Vor rund einem Jahr vereinbarte das Fintech auch eine Partnerschaft mit der Hypothekarbank Lenzburg. Diese soll in ihrer Funktion als Depotbank die Kundenportfolien und -konten führen.

Zielgruppe: Kunden mit zwischen 50'000 und 2 Millionen Franken

Everon vermarktet seine App als All-in-One-App mit umfassenden Finanzdienstleistungen. Das Vermögensverwaltungsangebot ist bereits live, in den kommenden Monaten sollen folgende Dienste hinzukommen: Freizügigkeitskonten, Säule 3a, Private Markets (ab Q1/2022) und kostenlose Privatkonten inklusive Karten. Auf die Dienstleistungen würden keine Fremdwährungsgebühren erhoben; das Onboarding soll komplett digital ablaufen.

Die App soll vor allem "digitalaffine und innovationsfreudige Kunden" ansprechen, wie es in der Mitteilung heisst. "Unsere primäre Zielgruppe ist zwischen 30 und 55 Jahre alt und hat ein Vermögen zwischen 50'000 und zwei Millionen Franken", lässt sich Everon-CEO und Mitgründer Florian Rümmelein zitieren.

Auch klassische Privatbanken bieten mehr und mehr Dienstleistung auf digitalem Weg an. Im vergangenen März führte beispielsweise Julius Bär ein digitales Onboarding inklusive Video-Identifikation und E-Signaturlösung ein. Die Kundenberater der Zürcher Privatbank sollen Neukunden bei der Kontoeröffnung begleiten.

Webcode
DPF8_237780