Kooperation mit Gesundheitsdienstleistern

Stammgemeinschaft E-Health Aargau pusht das EPD im Fricktal

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von René Jaun und dwa

Die Stammgemeinschaft E-Health Aargau will die Einführung des elektronischen Patientendossiers fördern. Dazu lanciert sie ein Pilotprojekt im Fricktal. Darin sind auch Aargauer Spitäler, Spitex-Organisationen und andere Gesundheitsdienstleister eingebunden.

(Source: jcomp / freepik.com)
(Source: jcomp / freepik.com)

Das elektronische Patientendossier (EPD) kommt einfach nicht in die Gänge. Mit einem neuen Pilotprojekt will die Stammgemeinschaft E-Health-Aargau das ändern. Sie fokussiert dabei auf die Region Fricktal und hat dabei eine ganze Reihe von Partnern gewonnen, wie einer Mitteilung von E-Health Aargau zu entnehmen ist: Demnach schlossen sich das Gesundheitszentrum Fricktal, die Reha Rheinfelden, Salina Medizin, Spitex Fricktal wie Spitex Regio Frick der Kooperation an.

Die Projektpartner sollen die EPD-Einführung "bei einer ausgewählten Patientenpopulation bereits im Akutspital sicherstellen", wie es weiter heisst. Dies bedeutet, dass Patientinnen und Patienten während ihres Aufenthalts im Spital Zugang zu einem EPD erhalten sollen. Damit werde der nahtlose Übergang zu anderen Gesundheitsdienstleistern ermöglicht, darunter den am Projekt beteiligten Rehakliniken und Spitex-Organisationen.

Mit dem Projekt möchte die Stammgemeinschaft die Patientenzufriedenheit steigern, die Effizienz in der Gesundheitsversorgung erhöhen und die Qualität der Pflege verbessern, wie aus dem Bericht hervorgeht. Die in der Mitteilung zitierten Projektpartner äussern sich ähnlich. So kommentiert etwa Spitex Fricktal: "Für uns ist das EPD ein wesentlicher Bestandteil der integrierten Versorgung, mit dem Hauptziel der Vermeidung von Doppelspurigkeiten zwischen den verschiedenen Leistungserbringer. Der Informationsaustausch über das EPD ermöglicht eine raschere und bedarfsgerechte Versorgung der Kunden und eine deutliche Erhöhung der Versorgungssicherheit sowie der Qualität."

Begleitend mit dem Projekt werde evaluiert, welcher Nutzen in der institutionsübergreifenden Kommunikation anfalle und welche Hindernisse bestehen, schreibt die Stammgemeinschaft weiter. Erste Resultate erwarte man ab Anfang 2024.

Die beiden am Projekt beteiligten Spitex-Organisationen beteiligten sich bereits früher an einem EPD-Piloten. Dessen Ziel war es, das EPD in allen Aargauer Spitex-Organisationen einzuführen, wie Sie hier lesen können.

Nicht nur das EPD wird von der Bevölkerung kaum genutzt. Ganz generell geht die Digitalisierung des Schweizer Gesundheitswesens nur schleppend voran. Wo es hierzulande harzt und wie die Digitalisierung Fahrt aufnehmen kann, hat die ZHAW untersucht. Die Ergebnisse finden Sie hier.

 

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