Visa Payment Monitor 2023

Das Smartphone bestimmt, wie wir heute bezahlen

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von Maximilian Schenner und zwi

Die Schweiz bezahlt auch an der Kasse immer öfter mit dem Smartphone. Das zeigt der Visa Payment Monitor 2023. Auch Personen über 60 entdecken das mobile Bezahlen für sich.

(Source: ©Seventyfour - stock.adobe.com)
(Source: ©Seventyfour - stock.adobe.com)

Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz bezahlen immer häufiger mit dem Smartphone. Das zeigt der Visa Payment Monitor, eine Studie des Kreditkartenanbieters in Zusammenarbeit mit Forsa. 

Fast vier von zehn befragten Personen (37 Prozent) gaben im Rahmen der Befragung an, per Smartphone oder Wearable an der Kasse zu bezahlen. Vor zwei Jahren sei der Anteil noch bei 25 Prozent gelegen. In der Deutschschweiz meiden 27 Prozent der Befragten aktiv Geschäfte, wo sie nicht digital bezahlen können. In der Romandie sind es ganze 34 Prozent, im Tessin sogar 37. Das Schweizer Mittel liegt bei 29 Prozent.

Neun von zehn Konsumentinnen und Konsumenten gaben an, inzwischen kontaktlos zu bezahlen. Doch noch jeder bzw. jedem Dritten passiere es einmal im Monat, dass sie nicht mit Karte, Smartphone und Co. bezahlen können, schreibt Visa. Dies sei vor allem auf Wochen- und Weihnachtsmärkten (20 respektive 17 Prozent) und in kleineren Geschäften (17 Prozent) der Fall. 

Insgesamt fast drei Viertel (72 Prozent) der Befragten nutzen am liebsten digitale Zahlungsmethoden, wie es weiter heisst. Dabei seien schnelles Bezahlen (59 Prozent) und ein guter Überblick über die Ausgaben (57 Prozent) besonders wichtig. 

Für 65 Prozent der Befragten sind digitale Zahlungsmittel auch die beste Kontrolle über ihre Ausgaben. Nur noch 29 Prozent sehen Bargeld als beste Ausgabenkontrolle an. Im Vorjahr waren es noch 35 Prozent.

Für den allgemeinen Überblick über die Finanzen kommt bevorzugt die eigene Banking-App zum Einsatz (66 Prozent). 43 Prozent nutzen weiterhin Kontoauszüge aus Papier, obwohl 51 Prozent diese als nicht mehr zeitgemäss erachten.

Generationenunterschiede nehmen ab

Gemäss der Studie gehen die Generationenunterschiede zurück, was mobiles Zahlen angeht. Vor allem die Generation über 60 hole hier auf: Hatten im vergangenen Jahr 11 Prozent dieser Altersgruppe angegeben, schon einmal mobil bezahlt zu haben, waren es dieses Jahr bereits 25 Prozent.

Die junge Generation unter 36 legte ebenfalls zu. 52 Prozent von ihnen hätten bereits per Handy oder Wearable an der Kasse bezahlt, ein Plus von 8 Prozentpunkten. Menschen über 60 würden sich inzwischen ausserdem mehrheitlich für das Smartphone statt für das Portemonnaie entscheiden.

Visa befragte für die Studie zusammen mit dem Marktforschungsinstitut Forsa im November 2023 rund 100 Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz.

Übrigens: Was das Unternehmen in Bezug auf Kryptowährungen und KI vorhat, verriet Santosh Ritter, Schweiz-Chef von Visa, im Interview mit der Netzwoche. 

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