SPONSORED-POST Experteninterview mit Finnova

"Unsere Mitarbeitenden sind die Basis unseres Erfolgs"

Uhr

Auf dem Arbeitsmarkt kämpfen Unternehmen mit harten Bandagen um ihre Fachkräfte. Deren Ansprüche und Bedürfnisse ­haben sich verändert – ein Gratis-Früchtekorb reicht heute nicht aus. Wie Finnova Talente von sich überzeugt und weshalb Arbeitgeber vor Neuerungen nicht zurückschrecken dürfen, verrät Anne Franz, Head HR Management bei Finnova.

Anne Franz, Head HR Management, Finnova. (Source: zVg)
Anne Franz, Head HR Management, Finnova. (Source: zVg)

Was sind Ihrer Ansicht nach die grössten Herausforderungen beim Recruiting von neuen Mitarbeitenden?

Anne Franz: Wir suchen vor allem IT-/Finance-Fachkräfte und bewegen uns damit direkt am Puls des "War for Talents". Der Fachkräftemangel ist eine zentrale Herausforderung. Immer mehr geht es für Unternehmen nicht nur darum, bei der Gewinnung von neuen Mitarbeitenden zu bestehen, sondern darum, Mitarbeitende nicht zu verlieren beziehungsweise ehemalige Mitarbeitende zurückzugewinnen. Ein Umdenken ist schon länger im Gange, aber die Herausforderung ist, immer am Ball zu bleiben und keine Trends zu verpassen. Es wird immer wichtiger, Talente zu gewinnen, die vor allem in die Teams – ins Unternehmen – und zu unserer Kultur passen. Die Unternehmenskultur dabei authentisch nach aussen zu kommunizieren, ist zentral und für eine langfristige Bindung entscheidend. Auch der Bewerbungsprozess muss immer wieder unter die Lupe genommen werden. Im Arbeitnehmermarkt sind Geschwindigkeit und Effizienz ein Thema. Hier ist eine gute Balance zwischen optimalem gegenseitigem Kennenlernen und ausreichendem Informationsaustausch essenziell. So sind beide Parteien in der Lage, eine Entscheidung ohne grossen Zeitverlust zu treffen. Am Ende entscheidet sich die Kandidatin oder der Kandidat ­für eine bestimmte ­Aufgabe, ein Team, die Führungskraft und das Unternehmen – und zwar in dieser Reihenfolge.

Mit welchen Massnahmen gewinnen Sie IT-Fachkräfte für sich?

Wie erwähnt, sind Entscheidungskriterien für Bewerberinnen und Bewerber die Sinnhaftigkeit des Arbeitsinhalts, das direkte Team und die Führungskraft sowie das Umfeld/Unternehmen, in dem sie sich entfalten können. Wir bieten interessante Themen in einer spannenden Branche und einem Umfeld, das in Zukunft vielfältige Herausforderungen zu meistern hat. Für Mitarbeitende bedeutet dies, dass sie entsprechende Lösungen und Innovationen direkt mitgestalten können. Die Unterstützung im Team und das gegenseitige Vertrauen werden in unseren Mitarbeiterumfragen immer wieder hoch bewertet. Mitarbeitende sind bei uns im Schnitt sechs Jahre im Unternehmen. Ein Grossteil unserer Organisation ist nach dem Scaled Agile Framework (SAFe) organisiert und ermöglicht damit eine grosse Eigenverantwortung und Selbst­organisation der Teams. Aufgrund unserer flachen Hierarchie sind unsere Führungskräfte und unsere Geschäftsleitung sehr nahbar. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter wird gesehen und kann aktiv einen Beitrag leisten.

Durch welche Merkmale zeichnet sich die Unternehmenskultur bei Finnova aus?

Ich glaube, wir unterscheiden uns von anderen Arbeitgebern durch unsere Offenheit und unser Vertrauen in die Mitarbeitenden. Wir sind uns bewusst: Unsere Mitarbeitenden sind die Basis unseres Erfolgs. Dies zeigt sich zum Beispiel an unserer grosszügigen Mobile-/Homeoffice-Regelung und dem gros­sen Gestaltungsspielraum jedes Einzelnen. Als Unternehmenswerte sind für uns neben Offenheit auch Innovation, Engagement und Unternehmertum zentral. Diese Werte haben wir vor Kurzem bei der Überarbeitung unserer Reglemente, Weisungen, Benefits und unseres Vergütungsmodells als Grundlage genommen. Dabei stand stets das Motto "Wir alle sind Finnova" im Fokus. Daraus entstand unter anderem die Idee, gemeinsame Ziele für alle zu definieren, diese an den individuellen Zielbonus zu knüpfen und dadurch die Kollaboration weiter zu fördern. Unsere Kultur entsteht neben den gemeinsamen Werten direkt in den Teams, verschiedenen Bereichen und an unseren Standorten. Wir sind stolz auf unsere Unterschiede und Diversität – diese wollen wir bewusst behalten.

 

" Wir müssen als Arbeitgeber mit offenen Augen und Ohren dabei sein und dürfen uns nicht scheuen, neue ­Dinge auszuprobieren "

 

Wie können sich Mitarbeitende in Innovationsprozesse im Unternehmen einbringen?

Wir bieten dazu unterschiedliche Möglichkeiten. Grundlage sind unsere agile Vorgehensweise und selbstbestimmtes Arbeiten in eigenverantwortlichen Teams. Wir wollen die intrinsische Motivation fördern und so die Innovationskraft ankurbeln. Ein unkomplizierter Austausch auf Augenhöhe ist uns wichtig. Innovation soll jederzeit stattfinden können – nicht nur zu speziellen Anlässen.

Was bedeutet Agilität bei Finnova?

Wir haben vor Jahren auf die agile Entwicklung umgestellt und nehmen regelmässig Optimierungen vor. Unser Modell "Agile@Finnova" basiert im Kernprozess der Softwareentwicklung auf dem SAFe. Es berücksichtigt jedoch die speziellen Gegebenheiten von Finnova und bildet zudem die Schnittstellen zu anderen Bereichen, Kunden und Partnern ab. Uns ist wichtig, die Kunden in den Prozess mit einzubinden und gemeinsam iterative Lösungen zu erarbeiten. Dies erlaubt uns, schnell auf verändernde Bedürfnisse oder Marktgegebenheiten zu reagieren.

Wie wird die Work-Life-Balance im Unternehmen gelebt?

Wir bieten eine offene Homeoffice- und Mobile-Work-Kultur, mindestens 25 Ferientage sowie flexible Arbeitszeiten. Massgeblich für eine gute Work-Life-Balance ist ein Gleichgewicht zwischen Vertrauen und klaren Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit. In diesem Jahr starten wir ausserdem neu mit Workation. Wir ermöglichen unseren Mitarbeitenden, zehn Tage in Europa Arbeit mit Freizeit zu verbinden. Auch die Möglichkeit, Ferien zu kaufen, haben wir neu in unseren Benefits verankert. So haben Mitarbeitende die Chance, längere Reisepläne zu realisieren. Auch ist die Mehrheit unserer Stellen mit einem Teilzeitpensum ausgeschrieben – in der Regel liegt dieses bei 60 Prozent. Eine möglichst hohe Flexibilität für unsere Mitarbeitenden ist uns wichtig, damit sie Beruf, Familie und Freizeit sinnvoll vereinbaren können.

Welche Benefits bieten Sie Ihren Mitarbeitenden vor Ort?

Wir haben mit der Modernisierung unserer Büroräumlichkeiten bereits vor der Coronapandemie begonnen. Erfahrungen, die wir während der Pandemie gemacht haben, konnten wir deshalb direkt einfliessen lassen. Unsere Büros vereinen einen Mix aus Arbeits-, Begegnungs- und Ruhezonen. Gerade weil uns neben der örtlichen Freiheit des mobilen Arbeitens der Austausch unter den Mitarbeitenden wichtig ist, haben wir uns an ihren Bedürfnissen orientiert. Selbst die Gamer, Tischtennis- und Töggeli-Spieler kommen in den Pausen auf ihre Kosten. Unseren Mitarbeitenden ist es freigestellt, sämtliche Standorte zu nutzen, da wir keine festen Arbeitsplätze vorgeben. So kann man spontan die Region Zürich, Lenzburg, Genf, Chur oder Seewen (SZ) besuchen und hat immer einen modern ausgestatteten Arbeitsplatz. An allen Standorten stehen kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Zudem bauen wir unser Angebot für E-Ladestationen aus. Mitarbeitende, die mit dem öffentlichen Verkehr reisen, unterstützen wir mit einem Halbtax.

Mit welchen Aktivitäten fördern Sie das Teambuilding?

Bei Finnova pflegen wir unterschiedliche Rituale, weil uns das Miteinander sehr wichtig ist. Dazu gehören gemeinsame Lunches an den Teamtagen, unsere legendären Sommer- und Winterfeste, Skitage sowie der Feierabenddrink – zum Beispiel auf unserer schönen Terrasse in Lenzburg. Teams reflektieren in den sogenannten Retros über gemeinsame Erfolge, Herausforderungen und die Zusammenarbeit, um daraus zu lernen und die Arbeitsweise kontinuierlich zu verbessern. Dieses Jahr feiern wir 50 Jahre Finnova mit einem Überraschungsevent. Dazu kann ich leider noch nichts verraten – aber es wird sicher ein tolles Fest!

Welches Arbeitsmodell verfolgt Finnova an seinen Standorten?

Wir haben bei uns das flexible Arbeitszeitmodell, in dem die maximal mögliche Freiheit bezüglich Arbeitszeit und -ort gelebt wird. Natürlich stehen unsere Kunden im Mittelpunkt und so ist bei gewissen Funktionen eine zeitlich gebundene Erreichbarkeit betrieblich notwendig.

Wie könnte ein Arbeitsplatzmodell der Zukunft aussehen?

In Zukunft werden Flexibilität, Individualität und Sinnhaftigkeit noch mehr an Bedeutung gewinnen. Aber auch der Wunsch nach Stabilität, Verlässlichkeit und Nähe, oder nennen wir es emotionale Verbindung. Es bleibt also herausfordernd und spannend. Ich glaube, wir müssen als Arbeitgeber mit offenen Augen und Ohren dabei sein und dürfen uns nicht scheuen, neue Dinge auszuprobieren.

 

Zur Person
Anne Franz ist seit Oktober 2022 Head HR Management von Finnova. In ihrer beruflichen Laufbahn war sie in verschiedenen HR-Management-Positionen tätig, dies unter anderem bei VIVAVIS Schweiz AG und Swiss Life AG. Anne Franz studierte Politikwissenschaften und Betriebswirtschaftslehre an der TU Chemnitz und hält diverse CAS im Bereich HR sowie den Titel Dipl. HR-Leiterin NDS HF.