Cluster-Bericht des AWA

Zürich ist das Zentrum der Schweizer ICT-Industrie

Uhr | Aktualisiert

Das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich (AWA) hat vor kurzem seinen Cluster-Bericht für den Zeitraum von 2011 bis 2013 der Öffentlichkeit vorgestellt. Kernaussage der Studie: Zürich ist das Zentrum der Schweizer ICT-Industrie. Vor allem im Start-up-Bereich hat sich in der Limmatstadt in den letzten Jahren sehr viel getan.

(Quelle: Stadt Zürich)
(Quelle: Stadt Zürich)

"Zürich hat sich zum Zentrum der helvetischen ICT-Branche entwickelt." Mit dieser Aussage beginnt der neue Cluster-Bericht des Zürcherischen Amts für Wirtschaft und Arbeit (AWA). Laut der Studie zählt kein anderer Kanton der Schweiz in diesem Sektor mehr Fachkräfte und Firmenneugründungen. Google, Disney Research oder IBM in Rüschlikon seien Beispiele dafür, dass die Branche in der Region boome.

Ganz zentral ausserdem: Die ICT-Branche sei ein wesentlicher Wachstumstreiber der gesamten Zürcher Wirtschaft. Als Grund nennen die Studienautoren, dass die IT heute in allen Branchen zum absolut unverzichtbaren Umsetzungswerkzeug geworden sei. Auch herkömmliche Produktfertigungen oder Dienstleistungen sind heute ohne profundes IT-Know-how nicht mehr möglich.

Verzahnung mit der Finanzindustrie

Sehr gross sei die branchenübergreifende Verzahnung am Standort Zürich auch mit der Finanzindustrie. Ein gutes Beispiel hierfür ist das neue E-Banking der UBS, das im April an den Best of Swiss Web Awards den Master-Preis gewann. Die Jury des Wettbewerbs lobte das Projekt der Grossbank, das in Kooperation mit Namics und Hinderling Volkart entstand, in den höchsten Tönen. Die Bank plant nun weitere Schritte und möchte bis 2015 ihr Wealth Management komplett digitalisieren.

Ein weiteres zukünftiges Wachstumsfeld ist laut des Berichts die Vernetzung der Industrieproduktion. Ziel sei die "intelligente Fabrik", die sich durch Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz und Ergonomie sowie durch die direkte Integration von Kunden und Geschäftspartnern in die Geschäfts- und Produktionsprozesse auszeichne. Dieser Trend sei im Zusammenhang mit dem Bedeutungszuwachses des Internets der Dinge zu sehen.

Start-ups geben Gas

Besonders stark ist die Zürcher ICT-Szene auch im Start-up-Bereich. Insgesamt 12 Prozent der erfolgversprechendsten Schweizer Jungunternehmen seien Internet-, Mobile- und Software-Start-ups aus Zürich, was auch vermehrt von den Grosskonzernen registriert werde. Im Bericht werden als Beispiele die Übernahmen der 3-D-Spezialistin Procedural durch die US-Firma ESRI oder des Online-Terminplanungsdienstleisters Doodle durch das Verlagshaus Tamedia genannt.

Entsprechend dieser Ergebnisse erstaunt es nicht, dass die Anzahl der Beschäftigten in der ICT-Branche im Vergleich zur Gesamtwirtschaft überdurchschnittlich stark wuchs. In der gesamten Schweiz arbeiten Ende 2011 176'600 Personen in diesem Sektor, 61'200 davon, also knapp 35 Prozent im Kanton Zürich.

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