Studie von Adecco

Die Schweiz zieht Talente aus aller Welt an

Uhr | Aktualisiert
von Christoph Grau

Die Schweiz ist das attraktivste Land für Talente weltweit. Nicht nur der Lohn zieht Talente in die Schweiz. Es gibt aber noch Verbesserungspotenzial.

Der Personaldienstleiter Adecco hat die Anziehungskraft von Ländern auf Talente und Fachkräfte untersucht. Im "Global Talent Competitiveness Index" kommt die Schweiz auf den ersten Platz. Die Schweiz erreicht einen Wert von 72,6 Punkten auf einer Skala von 0 bis 100. Mit aufs Podium schafften es Singapur (71,5 Punkte) und Luxemburg (69 Punkte). Die USA kommen mit rund 68 Punkten nur auf den vierten Platz. Österreich und Deutschland platzierten sich auf Platz 13 und 14. Frankreich kommt auf den 22. und Italien nur auf den 41. Platz.

Unter den führenden Staaten sind nur Hochlohnländer, was laut den Studienautoren eines der entscheidenden Kriterien für die Anziehungskraft auf Fachkräfte ist. Auch sind auffallend viele Kleinstaaten mit Einwohnerzahlen unter 10 Millionen Einwohnern unter den führenden Ländern.

Europa und Nordamerika sind die attraktivsten Regionen. Unter den Top 10 sind nicht weniger als 9 Staaten aus diesen Regionen und unter den Top 20 sind es 17.

Am unteren Ende der Skala finden sich Länder aus Afrika. Laut der Studie sind Madagaskar (22,7 Punkte), Burkina Faso (25 Punkte) und Äthiopien (26,6 Punkte) die unattraktivsten Länder für Talente.

Es gibt noch Verbesserungspotenzial

Die Schweiz lande in fast allen untersuchten Kategorien ganz weit vorne. Auch die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative habe nur wenige Auswirkungen auf die Offenheit nach aussen gehabt, heisst es in der Studie. Hier erreichte die Schweiz global den 5. Platz. Bei der internen Offenheit gebe es aber noch Aufholbedarf. Hier erreichte die Schweiz nur den 22. Platz.

Abgeschlagen ist die Schweiz hingegen beim Thema Gleichberechtigung. Hier belegt die Schweiz nur Platz 76. Relativ weit hinten platzierte sich die Schweiz, was die Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern angeht (Platz 36).

Weiter zeigte die Studie, dass die Schweiz eines der wenigen Länder ist, das einen positiven Saldo bei der Immigration von Erfindern hat. Gleich nach den USA landete die Schweiz auf dem zweiten Platz. Erfinder verlassen die Schweiz kaum, ganz im Gegensatz zu Deutschland, zeigte die Studie weiter. Den grössten Abfluss an Erfindern müssen China, Indien, Kanada und Grossbritannien hinnehmen.

Das ausführliche Ergebnis der Schweiz kann im Report auf Seite 228 nachgelesen werden.

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