"Global Information Workforce"-Studie

Frauen in der IT-Sicherheit verdienen schlechter als Männer

Uhr | Aktualisiert

Unter den Cybersicherheitsfachleuten in Europa sind sehr viele Männer. Gerade Mal 7 Prozent sind Frauen. Das fand das Center für Cyber Safety und Education mit einer europaweiten Studie heraus. Es gibt noch mehr Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Quelle: Fotolia
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Das Center for Cyber Saftey and Education hat einen Teil der Global-Information-Workforce-Studie veröffentlicht. Die Stiftung präsentiert den Teil "Women in Security". Für die Studie befragte das Center 3694 Cybersicherheitsfachleute in Europa, wie die Stiftung mitteilt.

616 der Umfrageteilnehmer kamen aus Deutschland, Östereich und der Schweiz. Resultat: Frauen verdienen weniger, verfügen über einen höhreren Bildungsabschluss.

In Europa verdienen Frauen als Cybersicherheitsfachleute pro Jahr rund 10'500 Euro weniger als Männer. In der DACH-Region sieht es ähnlich aus. Frauen verdienen gemäss der Studie 81'000 Euro, Männer 102'000 Euro. Das sind 20,6 Prozent mehr als ihre weiblichen Kolleginnen.

Frauen sind höher ausgebildet

In der Studie halten die Autoren fest, dass 42 Prozent der befragten Frauen in der DACH-Region mindestens einen Master- oder gleichwertigen Abschluss haben. 15 Prozent besitzen zusätzlich einen Doktortitel.

Bei den männlichen Cybersecurityfachkräften haben 52 Prozent einen Master. Jedoch halten nur 7 Prozent einen Doktortitel.

Gemäss den Zahlen in Europa, arbeiten 51 Prozent der befragten Frauen in einer führenden Position. Heruntergebrochen auf die DACH-Region sind es noch 33 Prozent. Bei den Männern ist die Zahl in Europa und im DACH-Raum fast gleich. Laut den Studienautoren arbeiten 47 Prozent in Europa und 45 Prozent im DACH-Raum in einer leitenden Position.

Frauen sind eher Quereinsteiger

Frauen sind meist Quereinsteiger in der Cybersicherheit. Dies gaben zwei Drittel der befragten Frauen in der Umfrage an. Dadurch fehlt ihnen die Berufserfahrung.

In Europa bevorzugen jedoch 93 Prozent der Arbeitgeber Kandidaten mit Berufserfahrung. So rutschen die Frauen automatisch nach hinten.

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