Softwarepanne überschattet Facebook-Börsengang
Die Nasdaq-Software ist beim Börsengang abgestürzt. Die Aktie konnte nur mit Unterstützung der Bank Morgan Stanley gerettet werden. Analysten kritisieren die massive Überbewertung des sozialen Netzwerks.
Wie geplant ging Facebook letzten Freitag an die Börse. Der Handel mit den Aktien des Social-Media-Unternehmens an der US-Technologiebörse Nasdaq begann allerdings mit 30-minütiger Verzögerung.
Nasdaq-Software stürzt ab
Überschattet wurde der Börsengang von technischen Problemen. Die Software der Nasdaq war dem Ansturm nicht gewachsen und fror ein. Laut Spiegel Online führte die Panne dazu, dass die Börse auf manuelle Transaktionen umsteigen musste Händler wussten lange nicht, zu welchem Preis sie die Aktien tatsächlich gekauft hatten und mussten untätig herumsitzen.
Das hätte dazu geführt, dass Verkäufer teilweise niedrigere Preise forderten, als Käufer zu zahlen bereit waren. Die Aktie sei teilweise zur selben Zeit sowohl zum Einstiegspreis (38 US-Dollar) als auch zum Höchstwert (42 Dollar) gehandelt worden.
Facebook-Hype führt zu Kritik
Die Aktie stieg nach den ersten Verkäufen vom Ausgabepreis 38 Dollar auf 42 Dollar. 20 Minuten nach Beginn des Handels sank sie wieder auf 38 Dollar und schloss den Tag auf dem Einstiegsniveau ab. Im Vorfeld hatte Facebook die Aktien an Investoren verkauft und so 16 Milliarden Dollar gesammelt.
Verschiedene Börsenanalysten kritisieren den Hype um den Börsengang und bemäkeln, Facebook sei im Vorfeld massiv überbewertet worden. Nur der Eingriff der Grossbank Morgan Stanley habe verhindert, dass die Aktie abstürzte. Für diese Woche rechnet die Finanzwelt mit einem möglichen Absturz der Aktie. Mittlerweile ermittelt die Börsenaufsicht SEC, ob alles mit rechten Dingen zugegangen sei.
Datenschutz-Sammelklage
Neben technischen Problemen suchen Facebook auch juristische Probleme heim: Wenige Stunden vor dem Börsengang reichte eine amerikanische Anwaltskanzlei eine Sammelklage gegen Facebook ein. Die Kanzlei hat offenbar 21 Datenschutzklagen vereint und fordert im Namen ihrer Klienten 15 Milliarden Dollar, berichtet zdnet.de.
Facebook habe die Internetnutzung von Anwendern verfolgt und somit ihre Privatsphäre verletzt. Für jeden Verstoss soll das soziale Netzwerk eine Entschädigung von über 100 Dollar pro Tag, maximal 10'000 Dollar pro Mitglied, bezahlen. Die Kanzlei prüft, ob sich Nutzer ausserhalb den USA der Klage anschliessen könnten. Sollte dies der Fall sein, dürfte sich die Schadenersatzforderung um einiges erhöhen.
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