Studie zu Mobile Payment

Schweizer Konsumenten wollen per Handy bezahlen

Uhr | Aktualisiert

Digitale Geräte werden im Handel immer wichtiger. Immer mehr Schweizer Konsumenten benutzen Self-Checkout und Mobile Payment. Der Trend hält an.

(Quelle: martin-dm / iStock.com)
(Quelle: martin-dm / iStock.com)

Die Wichtigkeit digitaler Geräte für den Kauf und die Bezahlung von Produkten nimmt rasant zu. Eine Studie von Deloitte über die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Konsumentenverhalten im Schweizer Detailhandel belegt diesen Trend.

(Quelle: Deloitte)

So stossen Self-Checkout-Automaten auf grosse Akzeptanz: In einer repräsentativen Onlinebefragung von 2000 in der Schweiz wohnhaften Personen gaben 42 Prozent der Befragten an, bereits via Self-Checkout bezahlt zu haben; 65 Prozent wollen die Automaten in Zukunft nutzen. Das entspricht einem Wachstum von über 50 Prozent.

Noch höher dürfte das Wachstum im Bereich des mobilen Bezahlens ausfallen: Heute haben rund 23 Prozent bereits Apple Pay, Paypal, Twint oder andere Mobile-Payment-Anbieter verwendet. In Zukunft dürfte es doppelt (46 Prozent) so viel sein.

Ein ähnlich hohes Wachstum dürfte demnächst auch die Bezahlung via App des Anbieters aufweisen (17 Prozent in Zukunft, 8 Prozent heute). Interessanterweise können sich sogar 11 Prozent der Schweizer Konsumenten vorstellen, in Zukunft mit virtuellen Währungen wie zum Beispiel Bitcoin zu bezahlen.

Steigende Ausgaben durch mobile Bezahlungssysteme

Nicht nur die verbreitetere Nutzung, sondern auch der zusätzlich generierte Umsatz machen mobile Bezahlungssysteme für Schweizer Detailhändler zunehmend wichtig.

Fast 30 Prozent der befragten Konsumenten rechnen damit, dass sie mehr Geld ausgeben beim Einkaufen, wenn sie mit dem Smartphone oder der Smartwatch bezahlen. Nur 4 Prozent glauben, dass sie dadurch weniger ausgeben werden. Detailhändler, die mobile Bezahlsysteme anbieten, können also damit rechnen, dass die Ausgaben ihrer Konsumenten steigen.

Bei jüngeren Konsumenten dürfte dieser Effekt überdurchschnittlich sein. 39 Prozent der Millennials rechnen mit steigenden Ausgaben.

"Die Digitalisierung hat das Konsumentenverhalten im Detailhandel in den letzten Jahren stark verändert. Wer dabei nur an Onlineverkäufen denkt, unterschätzt die Entwicklung. Denn die Grenze zwischen dem Online- und dem Offline-Kunden verschwimmt. Das hat zur Folge, dass der Detailhandelsumsatz im Laden ebenfalls stark von digitalen Geräten und Onlinekanälen beeinflusst wird", sagt Konstantin von Radowitz, Leiter Consumer & Industrial Products bei Deloitte in der Schweiz. "Es ist oft die Rede von der zunehmenden Wichtigkeit des Onlineverkaufs. Aber Detailhändler sollten auch vermehrt auf den Einsatz digitaler Technologien im Offline-Bereich setzen."

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