Swiss E-Health Summit - Podium

"Das Gesundheitswesen ist ein höchst innovativer Zweig"

Uhr | Aktualisiert

Am 21. und 22. September 2017 findet im Lausanner Swisstech Convention Center der Swiss E-Health Summit statt. Die Redaktion hat Referent Marc Oertle, Leitender Arzt Medizin/Medizin-­Informatik, Spital STS, Spital Thun, zu den Themen befragt, welche die Gesundheitsbranche momentan beschäftigen.

Marc Oertle, Leitender Arzt Medizin/Medizin-Informatik, Spital STS, Spital Thun. (Bild: zVg)
Marc Oertle, Leitender Arzt Medizin/Medizin-Informatik, Spital STS, Spital Thun. (Bild: zVg)

Das Motto des diesjährigen Summits ist «Healthcare meets Innovation». Was verstehen Sie darunter?

Marc Oertle: Einerseits entstehen gerade im Bereich M(obile-)Health, aber auch in anderen Gebieten viele neue Lösungsmöglichkeiten, die auf ihre Praktikabilität getestet werden wollen. Andererseits schreit die Branche unter dem zunehmenden Kostendruck und dem durch die nationale Gesetzgebung (EPD) ausgelösten Druck nach höherer Effizienz und besserer Vernetzung. Das Gesundheitswesen an sich ist traditionellerweise ein höchst innovativer Zweig.

Welchen Nutzen bringt Big Data der Medizin?

Mit dem Schlagwort allein kann ich immer weniger anfangen. Big Data wird dann nützlich werden, wenn auch Big Context und Big Insight damit verbunden sein werden. Gelingt dies, haben die Datenmengen das Potenzial, unsere Entscheidungen wirklich positiv zu beeinflussen oder gar zu boostern. Gelingt dies nicht, werden wohl auch einige Big Mistakes auf Big Data basieren.

Wie ist das Schweizer Gesundheitswesen gegen ­Cyberbedrohungen aufgestellt?

Ich kann hier nur Vermutungen anstellen. Spitäler mit sehr moderner und gut gewarteter Infrastruktur dürften besser aufgestellt sein als kleinere Organisationen oder einzelne Praxis-Betriebe. In den letzten Jahren war fast nur die Thematik Datenschutz ganz weit oben auf der Traktandenliste – das Thema Datensicherheit und Informationssicherheit ist dabei viel zu kurz gekommen.

Was sind für Sie die wichtigsten Trends im ­Schweizer E-Health?

Es gibt technische Trends, die uns stark beschäftigen werden. Dann natürlich der gesamte Aufbau von Stammgemeinschaften und E-Health-Plattformen rund um das EPD. Auch die Mobilität wird einiges einfordern. Über allem steht aber die Konvergenz all dieser Lösungen und Möglichkeiten zu einem grossen Ganzen, die integrale Sicht eines Patienten und Leistungserbringers auf die Daten.

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