VMworld 2017 Europe - Tag 2

VMware will Partnerschaften mit allen grossen Cloud-Anbietern

Uhr | Aktualisiert

Am zweiten Tag der VMworld 2017 Europe hat sich CEO Pat Gelsinger Fragen aus dem Publikum gestellt. Zudem demonstrierte das Unternehmen seine Neuankündigungen. Aussteller und Partner Swisscom zeigte sich mit dem Event sehr zufrieden.

Der zweite Tag der VMware 2017 Europe ist wieder mit einer Keynote-Session gestartet. Erneut hielt Unternehmens-CEO Pat Gelsinger eine Begrüssungsrede. Danach kamen COO Sanjay Poonen und CTO Ray O’Farrell mit auf die Bühne. Gemeinsam beantworteten sie Fragen aus dem Publikum, die am Tag zuvor gesammelt wurden.

Partnerschaften mit den grossen Cloud-Anbietern

Zunächst gingen sie auf die Strategie des Unternehmens ein. Laut Gelsinger steht VMware bei der Zusammenarbeit mit Amazon Web Services (AWS) erst am Beginn einer längeren Reise. Bald sollen noch weitere Dienste hinzukommen, und VMware wolle weiter zur Multi-Cloud-Firma werden. Dies betonte auch Poonen. Wichtig seien VMware enge Partnerschaften mit allen grossen Cloud-Anbietern wie AWS, Google, Microsoft oder auch IBM.

Bei der Frage nach den Veränderungen im Pricing-Modell kündigte Poonen eine Vereinfachung der Produkte und Lizenzen an. Mehr Produkte sollen in Pakete geschnürt werden. In diesem Zusammenhang sprach Gelsinger auch von einem Ausbau der Services und Subscriptions. Diese machen im Moment nur einen Anteil von 9 Prozent des Umsatzes aus, wie Gelsinger sagte. Er erwarte, dass dieser Bereich in den nächsten zwei bis drei Jahren sehr stark wachsen werde.

Veränderungsprozess wird immer schneller

Zum Abschluss widmete sich Gelsinger der Frage nach der Zukunft. Seiner Einschätzung nach befindet sich die Technologiebranche in einer Phase der rasanten Veränderung. Die Geschwindigkeit werde sogar noch zulegen, zeigte er sich überzeugt. Mit den Worten "heute ist die technische Evolution noch am langsamsten, verglichen mit dem Rest Ihrer Lebenszeit" brachte er es auf den Punkt. Die Veränderungen kämen in immer kürzeren Abständen. Es sei daher jetzt an der Zeit, den Wandel mitzumachen, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Auf diesem Weg will VMware auch stärker in die künstliche Intelligenz (KI) investieren, wie dies bereits bei den ersten Produkten, wie etwa dem neu vorgestellten Appdefence, geschehe. VMware will aber nicht zu einer weiteren KI-Firma werden, sondern die Technologie nutzen, um einen Mehrwert für die Produkte zu generieren, wie Gelsinger sagte. Den Stellenwert der KI hob auch CTO O’Farrell hervor. Gerade in den Bereichen Sicherheit und Internet der Dinge sei KI unverzichtbar. Mit Appdefence habe das Unternehmen einen ersten wichtigen Schritt getan.

Demo der Neuheiten

Dann verliess Gelsinger die Bühne und übergab an seinen CTO O’Farrell. Zusammen mit Purnima Padmanabhan, Vice President, Product Management, Cloud Management Business Unit, und Chris Wolf, Vice President und CTO Global Fields and Industrie, demonstrierte O’Farrell die Neuankündigungen aus Las Vegas und vom Vortag.

Chris Wolf, Vice President und CTO Global Fields and Industrie, und Purnima Padmanabhan, Vice President, Product Management, Cloud Management Business Unit (Source: Netzmedien)

Veranschaulicht wurden die Lösungen anhand der fiktiven Firma "Elastic Sky Pizza", welche die digitale Transformation mit VMware angehen wolle. Begleitet wurde die Vorstellung der Produkte von auf "lustig" getrimmten Videos, welche die Transformation im Unternehmen veranschaulichen sollten.

Schweiz prominent vertreten

Am Event gab es nicht nur Keynotes, Workshops und Breakout-Sessions, auch Kunden und Partner präsentierten sich. Mit Swisscom und Veeam waren auch zwei Schweizer Unternehmen Sponsoren der Veranstaltung. Swisscom als Silber- und Veeam als Platinum-Partner. Den Baarer Back-up-Spezialisten Veeam und VMware verbindet eine lange Partnerschaft. Swisscom ist hingegen zum ersten Mal Sponsor des Events.

Der Stand des Telkos war günstig positioniert. In unmittelbarer Nähe befanden sich die grossen Stände von AWS und Dell-EMC. Auch Veeam lag nur einen Steinwurf entfernt. Grund dafür mag auch gewesen sein, dass Swisscom in der Keynote von VMware-CEO Gelsinger eine prominente Rolle spielte. Swisscom-CTO und -CIO Heinz Herren trat als Referenzkunde auf und sprach über seine Erfahrungen mit der Zusammenarbeit mit VMware. Laut Othmar Bienz, Director Alps Region, war Swisscom das erste Schweizer Unternehmen, das während einer VMware-Keynote auf der Bühne präsent war.

Marco Hochstrasser, Head of Platform Development bei Swisscom, sprach mit der Redaktion über seine Eindrücke von der Messe. Ganz klar das Highlight war für ihn der Auftritt von Heinz Herren. Daneben beteiligte sich Swisscom aber auch mit sechs Beiträgen am Event. Etwa mit Vorträgen zu DevOps oder Beiträgen an Diskussionen.

Swisscom lockte die Gäste auch mit Schoggi. Im Bild Marco Hochstrasser, Head of Platform Development. (Source: Netzmedien)

Schweizer VMware-Experten ansprechen

Mit der Präsenz am Event habe Swisscom vor allem die Schweizer Besucher der Veranstaltung ansprechen wollen. Ziel sei es gewesen, dass jeder Schweizer vorbeikomme und schaue, was Swisscom in der Cloud mache. Der Fokus habe daher auf dem Schweizer Markt gelegen, sagte Hochstrasser.

Hochstrasser zeigte sich überrascht, dass viele der Besucher nicht wussten, dass Swisscom Cloud-Lösungen anbietet. Gemäss Hochstrasser wussten auch viele Schweizer Grossunternehmen noch nichts von den Cloud-Angeboten des Telkos, obwohl es diese bereits seit drei Jahren gebe und sie vor wenigen Tagen in grossem Stil neu lanciert worden seien. Dieses Wissen über die Angebote sollte mit der Präsenz an der VMworld verbreitet werden.

Mit der Resonanz zeigte sich Hochstrasser sehr zufrieden. Der Stand sei sehr gut besucht gewesen, und das Team von Swisscom habe zeitweise alle Hände voll zu tun gehabt. Auch den Austausch mit den Partnern und anderen Ausstellern an der Messe bezeichnete Hochstrasser als sehr gut. "Wir haben erstaunlich viele Leads generiert", sagte er. Zudem besuchten viele VMware-Spezialisten von Schweizer Unternehmen den Stand des Telkos, und dies genau sei die Absicht Swisscoms gewesen. Der Auftritt habe sich daher sehr gelohnt, sagte Hochstrasser.

Das Schweizer Team war mit der Resonanz sehr zufrieden. (Source: Netzmedien)

Viel Interesse auch vonseiten anderer Telkos

Interessant sei auch der Austausch mit Telkos aus anderen Ländern gewesen, sagte Hochstrasser. Diese hätten sich erkundigt, wie Swisscom seine Cloud entwickle. Auch der Austausch mit Serviceprovidern sei intensiv gewesen.

Mit in die Hände spielte Swisscom auch das Timing. Denn erst wenige Tage zuvor hatte Swisscom seine neue Enterprise Cloud präsentiert. Nicht geplant, sondern eher ein glücklicher Zufall, so Hochstrasser.

Heinz Herren begegnete den Gästen auch prominent mit einem Quote an der Wand eines Sitzungssaals. (Source: Netzmedien)

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