Chipmarkt: Infineon will sich US-Konkurrenten einverleiben
Infineon nimmt eine Menge Geld in die Hand. Der deutsche Chiphersteller will den US-Konkurrenten Cypress Semiconductor kaufen. Es wäre die grösste Übernahme der Firmengeschichte.
Infineon will den US-amerikanischen Chiphersteller und Konkurrenten Cypress Semiconductor übernehmen. Der Preis für den laut Bericht von "t3n" grössten Übernahmeplan der Unternehmensgeschichte: 9 Milliarden Euro. Das Ziel: Zur weltweiten Nummer 8 unter den Chipherstellern aufsteigen.
Infineon wolle die Übernahme zu rund 2,7 Milliarden Euro durch neues Eigenkapital finanzieren, schreibt t3n. Entweder durch die Ausgabe neuer Aktien oder über Pflichtwandelanleihen. Den Rest des Geldes plane das Unternehmen über neue Kredite und vorhandene Barmittel aufzutreiben.
Deal ist noch nicht in trockenen Tüchern
Die Unterstützung der Cypress-Führungsspitze zum Deal sei bereits gesichert, heisst es weiter. Infineon wolle die Übernahme spätestens Anfang 2020 abschließen. Dazu müssten allerdings zuerst noch die Aktionäre und die zuständigen Aufsichtsbehörden grünes Licht geben. Bei einem früheren Übernahmeversuch hätten sich die US-Behörden quergestellt. Das letzte Mal hatte Infineon bei International Rectifier zugeschlagen. Lesen Sie hier mehr dazu.
"Die geplante Übernahme von Cypress ist ein großer und richtungsweisender Schritt bei der strategischen Weiterentwicklung von Infineon", zitiert t3n Infineon-Chef Reinhard Ploss. Die Technologieportfolios beider Firmen ergänzten sich und eröffneten Potenzial in den Märkten Automotive, Industrie und Internet der Dinge. Cypress Semiconductor solle langfristig 1,5 Milliarden Euro zum Jahresumsatz beitragen.
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