Markt für Wearables profitiert von Corona
Bei den Konsumenten kommen vernetzte Uhren und Armbänder zwar weniger gut an als auch schon. Unternehmen interessieren sich hingegen zunehmend für Wearables, um etwa Gesundheitsdaten zu messen oder Social Distancing zu fördern.
Der Markt für Wearables hat gute Monate hinter sich. Im zweiten Quartal konnte er ein Umsatzwachstum von 14 Prozent verzeichnen, wie Marktforscher IDC mitteilt. Der Aufschwung lasse sich durch die starke Nachfrage nach smarten Kopfhörern erklären, aber auch durch das rege Interesse an Geräten, die zur Bekämpfung der Pandemie und ihrer Auswirkungen beitragen sollen.
Grosse Hersteller, darunter Huawei, Xiaomi und Apple, profitieren besonders vom Covid-Effekt: Ihre Wearables können nicht nur Gesundheitswerte verfolgen, sondern auch beim Social Distancing helfen. Besonders Unternehmen und Institutionen des Gesundheitswesens interessieren sich vermehrt für solche Geräte, wie Sie hier lesen können. "Einige unternehmen wie Fitbit investieren in die Erkennung von Krankheiten, während andere wie Samsung Wearables einsetzen, um die physische Distanz zwischen den Trägern zu ermitteln und so Social Distancing zu fördern", stellen die IDC-Analysten fest.
Unter Konsumenten ist der Verkauf vernetzter Uhren und Armbändern dagegen zurückgegangen. Allerdings gibt es in diesem Segment auch positive Entwicklungen: Während der Umsatz mit Hardware auf einem niedrigen Niveau liegt, verkaufen sich Dienstleistungen in jüngster Zeit besser. Mit der Pandemie geben Sportlerinnen und Sportler Fitnesseinrichtungen zugunsten von Heimtraining auf. Entsprechend boomen Apps und Dienste, die den physischen Coach ersetzen.
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