Bund und Digital Shapers an Bord

Digitalswitzerland stellt Aktionsplan für die digitale Schweiz auf

Uhr | Aktualisiert

Digitalswitzerland stellt einen Aktionsplan für die Digitalisierung der Schweiz auf. Mit Unterstützung von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sollen Grundlagen für eine erfolgreiche digitale Transformation gelegt werden. Konkrete Projekte will die Initiative am "Digitaltag" im kommenden November zeigen.

(Source: Bluehousestudio / iStock.com)
(Source: Bluehousestudio / iStock.com)

Die Standortinitiative Digitalswitzerland hat einen Aktionsplan für die digitale Transformation der Schweiz angekündigt. Der Aktionsplan entstehe in Zusammenarbeit mit der Bundesverwaltung und den vor Kurzem gekürten "Digital Shapers" der Schweiz, schreibt der Verband in einer Mitteilung.

Konkrete Umsetzungsprojekte sollen am ersten schweizweiten "Digitaltag" am 21. November 2017 vorgestellt werden. Der Aktionsplan ist breit abgestützt, wie Digitalswitzerland betont. "Wirtschaft und Wissenschaft wollen die digitale Transformation in der Schweiz mit konkreten und koordinierten Umsetzungsprojekten voranbringen", lässt sich etwa SBB-Chef Andreas Meyer in der Mitteilung zitieren.

Bereits jetzt stellt Digitalswitzerland für seinen Aktionsplan sechs Forderungen auf, wobei die gesetzlichen und strukturellen Rahmenbedingungen im Vordergrund stehen sollen:

  1. Die Schweizer Bevölkerung müsse in die Diskussion zur digitalen Transformation einbezogen werden, damit sie die Chancen der Digitalisierung nutzen und ihre Veränderungen meistern könne.

  2. Die Wirtschaft müsse sich nicht nur durch Innovationen weiterentwickeln, sondern auch stärker vernetzen. Das digitale Ökosystem mit all seinen Akteuren müsse auf einen besseren Rückhalt zählen können.

  3. Die Attraktivität des Wissens- und Wirtschaftsstandortes Schweiz müsse gefördert werden.

  4. Die Politik müsse aktiv einbezogen werden, damit sie auf der einen Seite Innovationen fördern könne, auf der anderen Seite aber neue Ideen nicht mit mehr Regulierung verhindere.

  5. Die digitale Infrastruktur müsse als Rückgrat der digitalen Transformation begriffen werden.

  6. Cybersicherheit müsse den gebührenden Stellenwert in Politik und Verwaltung erhalten und mit zusätzlichen Massnahmen gewährleistet werden.

Wie Digitalswitzerland weiter mitteilt, sollen sich in den nächsten Wochen Arbeitsgruppen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung mit der Umsetzung dieser Forderungen befassen. Die "Digital Shapers" würden dazu Anfang Oktober einen Workshop durchführen. Auch eine Zusammenarbeit mit dem vom Bundesrat im vergangenen Juni gegründeten "Beirat Digitale Transformation" sei geplant.

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