Uber-Konkurrent "Go!" ist Master

Die Nacht der besten Schweizer Apps

Uhr | Aktualisiert

Uber-Konkurrent "Go!" ist der diesjährige Master of Swiss Apps. Auch die Macher der Apps "Inside Laax", "Bux" und "ewz-on" können sich freuen – sie staubten je zwei Gold-Awards ab. Das war die Nacht der besten Schweizer Apps.

So feierten die frischgebackenen Masters of Swiss Apps ihren Sieg mit "Go!". (Source: Best of Swiss Apps)
So feierten die frischgebackenen Masters of Swiss Apps ihren Sieg mit "Go!". (Source: Best of Swiss Apps)

Mehr als 300 Gäste fanden sich gestern Abend im Aura am Zürcher Paradeplatz ein, um an der Best of Swiss Apps Award Night die besten Schweizer Apps des Jahres zu feiern. 138 Projekte wurden in elf Kategorien eingereicht. 32 von Ihnen schaffen es auf die Shortlist. Nur eines konnte den begehrten Titel Master of Swiss Apps 2017 mit nach Hause nehmen. In die Auswahl für den Master hatten es geschafft:

  • Inside Laax (Auftraggeber: Weisse Arena Gruppe, Auftragnehmer: Inside Labs)

  • Bux App (Auftraggeber: Universität St. Gallen, Auftragnehmer: Dreipol)

  • ewz-on (Auftraggeber: EWZ, Auftragnehmer: Staay)

  • Go! So einfach geht Taxi. (Auftraggeber: Yourmile, Auftragnehmer: Apps with Love)

  • Meteo-Schweiz (Auftraggeber: Meteo-Schweiz, Auftragnehmer: Ubique Innovation)

  • EEdoctors - deine virtuelle Arztpraxis (Auftraggeber: EEdoctors, Auftragnehmer: Apps with Love)

  • Wetter-Alarm: Prognosen, Unwetterwarnungen und Livecams (Auftraggeber: GVB Services, Auftragnehmer: Appculture)

(V. l.) Heinrich Meyer, Alexandra Maurer und Claudio Dionisio begrüssen das gespannte Publikum. (Source: Netzmedien)

Punkt 18 Uhr ging es los. Moderatorin Alexandra Maurer holte zur Eröffnung Heinrich Meyer und Claudio Dionisio auf die Bühne. Die beiden Geschäftsführer von Best of Swiss Apps begrüssten das Publikum und informierten darüber, was in diesem Jahr neu ist: Die Abstimmung für den Master of Swiss Apps fand erstmals mit dem Handy über das WLAN statt.

Bronze, Silber, Gold

Dann ging es Schlag auf Schlag mit Projekten und Gewinnern. In jeder Kategorie vergaben Jury jeweils Bronze-, Silber- und Gold-Awards. In der Kategorie Games holte "ewz-on" Gold. In der Kategorie Business überzeugte "Inside Laax". Reto Gurtner, Präsident und CEO von Laax, freute sich über den Award. Er erzählte, wie die Entwicklung ablief und was App-Entwickler heute beachten müssen: "Es geht nicht um die App, sondern um Smart Data. Collect what the fuck you can collect!"

Laax-CEO Reto Gurtner hatte einige markige Sprüche auf Lager. (Source: Netzwoche)

Es ging weiter mit der Kategorie Functionality. Gold ging hier an die App "Bux", die einen digitalen Stadtrundgang durch Zürich bietet. "ewz-on" räumte schon zum zweiten Mal ab: Gold in der Kategorie Campaigns. Ins Reich der Wetterprognose ging es mit dem Gewinner der Kategorie User Experience. "Wetter-Alarm" holte hier Gold.

AR und VR, die Themen der Stunde

Nachdem das Team hinter "Wetter-Alarm" die Bühne verlassen hatte, entliess Alexandra Maurer das Publikum in die Halbzeit-Pause. Durch ein feines Galadinner gestärkt, ging es anschliessend in die zweite Hälfte von Best of Swiss Apps 2017. Die Entwickler von von "Inside Laax" konnten ein zweites Mal auf die Bühne, denn sie gewannen Gold auch in der Kategorie Design.

Nun war die diesjährige Spezialkategorie Augmented/Virtual Reality (AR/VR) an der Reihe. Netzwoche-Chefredaktor Marc Landis erklärte, warum wir an dieser Technologie in Zukunft nicht mehr vorbei kommen werden: "In Zukunft wird alles mit AR/VR umgesetzt. Das ist die neue Normalität." In der Spezialkategorie überzeugte "Bux". Die Universität St. Gallen und Dreipol nahmen den Gold-Award in Empfang.

Das "Bux"-Team freut sich über die beiden Awards in den Kategorien AR/VR und Functionality. (Source: Netzmedien)

Anschliessend ging es in einen App-Jahresrückblick mit Christof Zogg, Leiter des Digital Business-Teams bei den SBB. "Wir kommen jetzt zum gemütlichen Teil des Abends, dem Dia-Vortrag", begrüsste er das Publikum.

Vergnügt, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen und unter dem Beifall des Publikums blickte Zogg auf die letzten 12 Monate zurück. Auf Clash of Clans, den twitternden US-Präsidenten und die Entwicklung der "App-conomy". Das Potenzial der Branche sei nach wie vor sehr gross, sagte Zogg. "Wenn man es richtig verpackt, dann kann man mit Apps etwas tun, was man vorher für unmöglich hielt."

Christof Zogg von den SBB zählt seine Erfolge in Clash of Clans auf. (Source: Netzmedien)

Der Master of Swiss Apps 2017

Der Abend startete in die letzte Runde. In der Kategorie Innovation holte eine andere Wetter-App Gold: "Meteoschweiz". Bei Enterprise, der letzten der 11 Kategorien von Best of Swiss Apps, ging Gold an die Verwaltungsrats-App "Sherpany Boardroom 3".

Danach wurde es spannend. Die Verkündung des Masters of Swiss Apps stand bevor. Eifrig gaben die Gäste auf ihrem Smartphone Stimmen für ihre Favoriten ab. Kurz nach 20:30 Uhr standen die Gewinner fest. "MeteoSchweiz" erreichte den dritten Platz. "Bux" schaffte es auf Platz zwei.

Die Überraschung: Master of Swiss Apps ist "Go! So einfach geht Taxi". Die App von Yourmile und Apps with Love war nicht unter den Gold-Gewinnern, dennoch überzeugte sie Jury, Publikum und Netzticker-Leser. "Wir digitalisieren die Schweizer Taxi-Branche", sagten die Entwickler selbstbewusst, als sie den Preis in Empfang nahmen.

(V. l.) Felix Engelhard, Roberto Salerno und Patrick Gardin von Yourmile sind begeistert über ihren Sieg mit der Taxi-App "Go!" (Source: Netzmedien)

Damit standen die Sieger von Best of Swiss Apps 2017 fest. Die glücklichen Gewinner und das Publikum liessen die Award Night mit einer rauschenden Party ausklingen. Wer den Abend nochmal durchleben möchte, der findet alle Highlights im Liveticker der Netzwoche.

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