Befürchtungen wegen WLAN-Strahlen wirken sich auf geplante Stadtnetze aus
Die Skepsis gegenüber den geplanten diversen Städte-WLANs wächst. Gestern berichtete NZZ Online, die Stadt Winterthur wolle von den geplanten 80 Antennen nur 20 bauen. Der vor kurzem veröffentlichte Bericht über die Strahlung von WLAN-Antennen habe die Projektverantwortlichen "sensibilisiert", zitiert die Zeitung den Projektleiter von Stadtwerk Winterthur. Auch das im Aufbau befindliche WLAN in der Stadt Zürich wird kritisiert. Der Gemeinderat Ueli Nagel (Grüne) fordert, dass die Stadt zuerst die Gesamtbelastung an Strahlung durch die verschiedenen Quartiernetze untersucht, bevor flächendeckend drahtloses Internet erlaubt werden. "Ich werde einen Vorstoss zu diesem Thema einreichen", sagte er gegenüber 20 Minuten. Sollte der Stadtrat nicht reagieren, überlege er sich, ein WLAN-Moratorium zu fordern.
Im März verabschiedete der Bundesrat einen vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) vorgelegten Bericht über das "Risikopotenzial von drahtlosen Netzwerken". Darin hält das BAG zwar fest, dass die Strahlung von WLAN-Geräte im Allgemeinen klein ist. Da aber im Moment nicht bekannt sei, ob die elektromagnetischen Feldern von WLANs ein gesundheitliches Risiko darstellen, rät das Bundesamt zu einem "vorsorglichen Umgang".
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