Comcom will bis im Juni Preis für entbündelten Teilnehmeranschluss festlegen
Die Eidgenössische Kommunikationskommission (Comcom) will bis im Juni den Preis für einen entbündelten Teilnehmeranschluss festlegen. Dies sagte Comcom-Präsident Marc Furrer in einem Interview mit der Sonntagszeitung „Sonntag“. Damit wird es zu keinem runden Tisch kommen, wie ihn Swisscom im Januar vom Bakom gefordert hatte. An diesem wollte Swisscom die wichtigsten Parameter zur Berechnung eines entbündelten Anschlusses mit der Konkurrenz verhandeln.
Swisscom verlangt 31 Franken (33,40 inklusive Mehrwertsteuer) und wurde deswegen von verschiedenen Telcos verklagt, die den Preis für viel zu hoch erachten. Nach einem Entscheid der Comcom hat Swisscom immer noch die Möglichkeit, dagegen Beschwerde einzureichen.
Einen runden Tisch möchte Furrer allerdings zu Fragen zur Glasfaserversorgung. „Dabei werden wir den Ausbau des Glasfasernetzes sowie den Zugang und die Installation in den Gebäuden diskutieren“, sagte Furrer im Interview. Er bedauert, dass sich das Gesetz zur Entbündelung der Letzten Meile nur auf das Kupferkabel bezieht. Hier gebe es eine Lücke im Gesetz. Um diese zu schliessen, will er aber nicht das Fernmeldegesetz erweitern, denn dies gehe zu lange.
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