Netzneutralität wird auch in der Schweiz ein Thema
Angebote wie Youtube und Skype brauchen hohe Bandbreiten. Zudem braucht es für Anwendungen wie Live-IPTV und Voip einen steten Datenfluss, damit die Qualität stimmt. Weil aber die heutigen Bandbreiten oft dazu nicht ausreichen, werden die Daten gebuffert. Die betroffenen Datenpakete werden zwischengelagert und erst zu einem späteren Zeitpunkt weitergeleitet. Bei zeitkritischen Anwendungen, wie etwa Voip, führt dies allerdings zu schlechterer Qualität. Also werden gewisse Datenpakte zwangsläufig bevorzugt: "Damit qualitativ hochstehende IP-Dienste überhaupt erst möglich werden, ist eine differenzierte Behandlung unumgänglich", bestätigt Joseph Huber, Sprecher Swisscom, die gängige Praxis gegenüber der Netzwoche. Aber auch bei anderen Diensten wird bereits priorisiert: "Um die Verfügbarkeit von Bluewin-TV zu gewährleisten, priorisiert Swisscom auf den Anschlussleitungen der Kunden den IPTV-Service gegenüber dem normalen Internet-Verkehr", so Huber weiter.
Solche Vorgehen werden von Verfechtern der Netzwerkneutralität, also der Gleichbehandlung aller Datenpakete, allerdings kaum kritisiert. Sie befürchten darin aber einen ersten Schritt hin zu einer schwerwiegenderen Diskriminierung im Netz: Die Diskriminierung jener Seiten, deren Betreiber nicht ihren Obolus an die ISPs abliefern. Die Comcom sieht in der Schweiz allerdings derzeit noch keinen Grund, spezifische Gesetze zur Netzneutralität zu definieren. Dazu Comcom-Präsident Marc Furrer: "Im Moment ist keine gesetzliche Pflicht zur Netzneutralität geplant. Wir beobachten die internationale Entwicklung und werden – falls erforderlich – Vorschläge machen."
Mehr zum Thema Netzneutralität und was Vertreter von hiesigen ISPs dazu denken, lesen Sie in der Netzwoche 29 von heute Mittwoch.
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