Swisscom: mehr Kunden, gleicher Umsatz, weniger Gewinn
Swisscoms Umsatz sank im Geschäftsjahr 2006 geringfügig um 0,8 Prozent auf 9,65 Milliarden Franken. Das Betriebsergebnis (EBITDA) sank um 9,2 Prozent auf 3,79 Milliarden Franken. Rückstellungen für Interkonnektionsverfahren und IT-Outsourcing-Projekte sowie die seit Juni 2005 massiv reduzierten Preise für die Mobilfunkterminierung wirkten sich als Sondereffekte negativ auf das Ergebnis im ersten Halbjahr 2006 aus, so kommentiert Swisscom die Geschäftsentwicklung. Im zweiten Halbjahr verlief das Geschäft stabil: Der Umsatz stieg, und das EBITDA lag auf Vorjahresniveau. Der Reingewinn sank im gesamten Jahr markant um knapp 21 Prozent auf 1,6 Milliarden Franken. Allerdings war auch hier vor allem das erste Halbjahr problematisch: Nach Abzug der Minderheitsanteile sank der Reingewinn im zweiten Halbjahr um 7,3 Prozent auf 840 Millionen Franken.
Die Anzahl der Breitbandanschlüsse im Segment Fixnet stieg um 24,6 Prozent auf 1,37 Millionen, davon entfallen 936’000 Anschlüsse auf Bluewin-Kunden und 432’000 auf Kunden anderer Anbieter. Die Zahl der analogen und ISDN-Anschlüsse verringerte sich indes um 2,0 Prozent auf 3,75 Millionen. Mit dem Ausbau der Breitband-Technologie VDSL stiegen die Investitionen bei Fixnet um 23,5 Prozent auf 610 Millionen Franken an. VDSL steht gemäss Swisscom bereits über 65 Prozent der Schweizer Haushalte zur Verfügung.
Das Segment Mobile konnte die Zahl der Kunden um 351’000 oder 8,2 Prozent auf 4,63 Millionen steigern. Die durchschnittliche Anzahl Minuten pro Kunde und Monat (AMPU) stieg von 120 auf 124. Als Folge der tieferen Preise und des höheren Anteils an Prepaid-Nutzern fiel der durchschnittliche Umsatz pro Kunde jedoch von 74 auf 65 Franken.
Für das Geschäftsjahr 2007 erwartet Swisscom eine Steigerung des Nettoumsatzes auf rund 9,7 Milliarden Franken und des Betriebsergebnisses (EBITDA) auf 3,9 Milliarden Franken.
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