Internationales Contact-Tracing

SwissCovid ist nun kompatibel mit deutscher Warn-App

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von Maximilian Schenner und jor

Die Contact-Tracing-App SwissCovid ist ab sofort mit der deutschen Corona-Warn-App kompatibel. Personen, die regelmässig die Grenze überschreiten, benötigen nur noch eine der beiden Apps.

(Source: Alliance/AdobeStock.com)
(Source: Alliance/AdobeStock.com)

Seit Mitte 2020 ist die SwissCovid-App verfügbar. Anfang März machten in der Schweiz bereits 3 Millionen Menschen davon Gebrauch. Ab sofort funktioniert Swisscovid interoperabel mit der deutschen Corona-Warn-App, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilt.

In Zukunft sollen sich Kontakte somit nicht nur innerhalb der Schweiz, sondern länderübergreifend verfolgen lassen. Ermöglicht werde dies durch eine Vereinbarung mit dem deutschen Robert-Koch-Institut. Das Ziel der Zusammenarbeit sei neben der einfacheren Bedienung vor allem, das internationale Contact Tracing zu verbessern.

"Grenzgänger" profitieren

In erster Linie profitieren laut BAG jene 60'000 Personen, die täglich von Deutschland in die Schweiz reisen – sogenannte "Grenzgängerinnen und Grenzgänger". Nutzerinnen und Nutzer der Schweizer App werden in Zukunft auch informiert, wenn sie mit einer infizierten Person in Kontakt waren, welche die deutsche App verwendet – und vice versa. Bisher war es nötig, beide Apps zu verwenden, was kaum praktikabel war. Neben Pendlerinnen und Pendlern soll die App auch für Personen nützlich sein, die aus anderen Gründen ins Nachbarland reisen, etwa für Familienbesuche.

Weitere Neuerungen

Testende Ärztinnen und Ärzte, Apotheken und auch behandelnde Ärztinnen und Ärzte von Spitälern sollen Covid-Codes ausstellen können, sowohl manuell als auch über eine Schnittstelle zum Verwaltungssystem.

Mitarbeitende der Infoline Swisscovid könnten ausserdem seit einem Monat Covid-Codes generieren und an positiv getestete Anrufende herausgeben.

Ein Leitfaden soll Verhaltensempfehlungen nach der Mitteilung einer möglichen Ansteckung geben.

Für hörbehinderte und gehörlose Menschen sei zudem eine Mailadresse eingerichtet worden. Diese soll einen barrierefreien Zugang zur Infoline ermöglichen.

Die Schweizer Impfplattform "meineimpfungen.ch" ist indes weiterhin offline - mehr dazu lesen Sie hier.

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