Bank Julius Bär erwirkt Abschalten von Wikileaks
Auf Betreiben einer Niederlassung der Schweizer Bank Julius Bär hat ein US-Gericht das Abschalten der org-Domain von Wikileaks veranlasst. Auf Wikileaks.org können anonym brisante Dokumente aus Wirtschaft und Politik veröffentlicht werden.
Eine Niederlassung der Bank Julius Bär auf den Cayman-Inseln klagte, weil interne Dokumente auf der Seite publiziert wurden, die beweisen sollen, dass die Bank an Geldwäsche und Steuerhinterziehung beteiligt war. Die Bank hatte zuvor offenbar erfolglos von Wikileaks verlangt, die Dokumente zu entfernen, weil sie ein in der Schweiz laufendes Verfahren betreffen. Schon seit zwei Jahren liefern sich der ehemalige Vizechef der Filiale auf den Cayman-Inseln und die Bank Julius Bär einen erbitterten Rechtsstreit.
Das Bezirksgericht in Nordkalifornien ordnete nun gegenüber dem Registrar Dynadot die Sperrung der Domain an. Dennoch sind die Inhalte von Wikileaks auf verschiedenen Ausweich-Domains verfügbar. Die Wikileaks-Betreiber sehen in der Verfügung einen Verstoss gegen die US-Verfassung.
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