Erster Schritt zum Verbot von Gewaltspielen in der Schweiz
Am letzten Mittwoch hat der Nationalrat mit grosser Mehrheit zwei Vorlagen angenommen, die die Verbreitung sogenannter Gewaltspiele unterbinden sollen. Die erste Motion von CVP-Nationalrat Norbert Hochreutner verlangt, dass der Verkauf von Killerspielen an Kinder und Jugendlichen unterbunden wird. Mit 127 Stimmen zu 54 wurde klar für die Aufnahme der Motion gestimmt. Noch deutlicher wurde die zweite Motion, der Sozialdemokratin Evi Allemann angenommen, mit 139 zu 39 Stimmen. Diese verlangt vom Bundesrat, einen Gesetzesentwurf zum generellen Verbot von gewaltverherrlichenden Computerspielen zu erarbeiten.
Der Bundesrat machte bereits im Vorfeld klar, dass er die Verstärkung des Jugendschutzes bei Gewaltdarstellungen ebenfalls als dringlich erachtet. Die Schweiz habe aber mit dem Artikel 135 im Strafgesetzbuch schon ein absolutes Verbot von Gewaltdarstellungen, die Gewalttätigkeiten gegen Menschen und Tiere beinhalten. Der Paragraph 135 sei grundsätzlich auch auf Killerspiele anwendbar, so der Bundesrat. Deshalb lehnt das Gremium eine Ausdehnung der heutigen Verbotsgrenze auch auf Erwachsene ab.
Nun muss auch der Ständerat noch über die beiden Vorlagen des Nationalrats befinden. In der kleinen Kammer liegt bereits eine Standesinitiative des Kantons St.Gallen zum Verbot von Killerspielen vor. Sollte der Ständerat die Vorlagen des Nationalrats ebenfalls gutheissen, müsste der Bundesrat das Strafgesetz neu überarbeiten. Ist dies nicht der Fall, dann können beide Kammern noch bis zu dreimal über die Vorlage diskutieren. Liegt dann immer noch keine Einigung vor, muss eine sogenannte Einigungskonferenz eine Kompromisslösung suchen. Kommt es auch danach nicht zu einer Einigung oder lehnt einer der Räte den Kompromiss ab, dann gilt die Vorlage als nicht zustandegekommen und wird aus der Agenda gestrichen.
MAI-Cyber-1-Flash
Microsoft lanciert KI-Modell zur Erkennung und Behebung von Schwachstellen
Uhr
Spezialist für Supply Chain Security
Aricoma übernimmt Schweizer Unternehmen Dentsu Tracking
Uhr
BACS warnt
So variantenreich tricksen Betrüger mit Deepfakes
Uhr
1. Halbjahr 2026
Also steigert Konzerngewinn um 61 Prozent
Uhr
Roman Bachmann
Switch Cloud unter neuer Leitung
Uhr
Umstrittene Gründer, viele offene Fragen
Update: Dream Security liebäugelt mit Schweizer Cybersecurity-Markt
Uhr
Bogenschiessen wie Odysseus? Hut retten wie Indy?
So realistisch sind die Heldentaten in Hollywood-Filmen
Uhr
Vorzugsaktien für Aufsichtsstiftung
Infomaniak bereitet Börsengang vor
Uhr
Lernende, Kunden und Partner betroffen
Update: Datenabfluss bei Genfer Stiftung für Erwachsenenbildung schwerer als gedacht
Uhr
Chips werden Mangelware
KI-Boom bringt Halbleiter-Hersteller ans Limit
Uhr