Hackerangriff auf Parlament.ch: War der Hacker ein Insider?
Kurz vor Weihnachten wurde die Website des Schweizer Parlaments Opfer einer Reihe von Hackerangriffen, durch die sie während zwei Wochen nur noch eingeschränkt nutzbar war.
Nun gibt es Hinweise darauf, dass die Attacke durchaus bewusst durchgeführt wurde: Denn die Site war kurz zuvor auf eine neue Software migriert worden und der Täter schlug in eine aufgrund der Migration noch nicht geschlossene Lücke. Verfügte er über Insiderwissen?
Doch damit nicht genug: Anfang Januar wurden gegenüber der Netzwoche von anonymer Seite schwere Anschuldigungen gegen den CIO der Bundesversammlung, Andreas Sidler, im Zusammenhang mit der Auftragsvergabe für dieses Projekt erhoben. Sidler wurde vorgeworfen, die ausgereifte und gut funktionierende Lösung, auf der Parlament.ch bis dahin beruht hatte, gegen eine unausgereifte Microsoft-Variante ausgetauscht zu haben. Zudem seien die Kosten für den Auftrag bewusst zu tief angesetzt worden, um eine Ausschreibung im Handelsblatt zu umgehen.
Sidler wies diese Vorwürfe entschieden zurück. Er erklärte auch, nicht zum ersten Mal Opfer einer solchen Diffamierung zu sein: Im letzten Jahr gab es bereits einen Zwischenfall mit gefälschten E-Mails, die ihn und seinen Dienst in ein schlechtes Licht rücken sollten.
Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Netzwoche 2 von heute.
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