Hohe Busse für Microsoft wegen Patentverletzung
Ein Geschworenengericht in Chicago hat am Montag Microsoft zu einer Busse von 521 Millionen Dollar wegen Patentverletzung verurteilt. Beim Kläger handelt es sich um Eolas Technologies, einen Spin-off der University of California. Eolas hat von der Universität ein Patent für eine Technologie zur Einbettung von Plugins und Applets lizenziert, die es einem Browser beispielweise ermöglichen, auf interaktive Programme einer Website zuzugreifen oder Bilder aus verschiedenen Winkeln darzustellen. Die Kläger betonten, dass Microsoft die 1994 entwickelte Technologie erst in den Internet Explorer integriert habe, nachdem Eolas 1998 das Patent bekommen habe. Damit habe Microsoft sich auch Vorteile im damals noch aktuellen Browserkrieg verschafft. Ein Microsoft-Sprecher sagte gegenüber der Washington Post, dass Microsoft das Urteil anfechten werde. Der Internet Explorer habe nicht die Technologie von Eolas, sondern eine Eigenentwicklung verwendet. Microsoft befindet sich derzeit in etwa 30 Prozessen wegen Patentrechtsverletzungen.
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