Präsenzkriterien entscheiden bei Kauf von WCM-Produkten
Anbieter von Web-Content-Management (WCM)-Lösungen haben es schwierig, sich in diesem Markt über ihre Produkte zu differenzieren. Dies belegt eine Studie der Meta Group zu den in der Region EMEA angebotenen Lösungen. Viele Anbieter liegen im Ranking um Marktpräsenz und Leistungsfähigkeit eng beieinander, im oberen "Challenger"-Bereich. "Leaders" dagegen gibt es unter den Lösungen nur wenige (Documentum, Vignette und Interwoven. Days Software ist mit anderen im Mittelfeld der Challengers anzutreffen. "Follower" oder "Nachzügler" wurden keine eingestuft.
Bei der Leistungsfähigkeit gibt es keine gravierenden Unterschiede, dafür aber bei der Marktpräsenz, schreibt Meta Group. Die Ballung von mehr oder weniger gleichwertigen Lösungen weise auf einen Markt mit wachsendem Reifegrad hin, in dem die technische Leistungsfähigkeit bei der Produktauswahl nicht mehr ausschlaggebend ist. Viele Produkte würden die meisten Grundanforderungen der Anwender erfüllen. Deshalb spielten Präsenzkriterien (Zukunftsfähigkeit, Vertriebs- und Support-Kanäle, Wahrnehmung am Markt) meist eine grössere Rolle beim Kauf von WCM-Produkten. Generell hält Meta Group zu den Kategorien fest: Die führenden Anbieter (Leaders) im WCM-Markt in der EMEA-Region sind meist global vertreten und verfügen über eine grosse, installierte Kundenbasis. Die Zukunftsfähigkeit der Anbieter werde vor allem im europäischen Markt mit seinen vielen relativ kleinen Anbietern immer wichtiger. Die Challengers weisen bei der Technologie keine grossen Unterschiede auf, differieren dafür aber erheblich in ihrer jeweiligen Unternehmensgrösse, ihrem Ansehen im Markt, ihren Marktfokus, den Preisen und dem Servicespektrum. Sie konzentrieren sich zumeist auf ausgewählte WCM-Funktionalitäten und weniger auf die Integration mit einer umfassenderen ECM-Suite (Ausnahmen). Followers: Der Markt ist inzwischen ziemlich ausgereift, deshalb sind in dieser Kategorie keine Anbieter zu finden.
Aufgrund der Resultate schliesst Meta Group eine weitere Konsolidierungsphase nicht aus. das Beratungsunternehmen rät daher den Unternehmen bei der Auswahl von möglichen Anbietern insbesondere deren finanzielle Stabilität sowie deren langfristige Unternehmensstrategie zu prüfen.
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