Schweizer Software heizt Gleichberechtigungsdiskussion bei der deutschen Regierung an
Eine Schweizer Software sorgt zurzeit für Zündstoff bei der deutschen Regierung, berichtet die TAZ. „Logib“, so heisst das Programm, ermöglicht eine Überprüfung der Lohnstruktur eines Unternehmens. So kann festgestellt werden, ob weibliche Angestellte weniger verdienen als ihrer Funktion entsprechen würde. Das Eidgenössische Büro für Gleichstellung überprüft damit mittlerweile Unternehmen, die öffentliche Aufträge erhalten. Nun soll das Programm auch in Deutschland zum Einsatz kommen - so will es die deutsche Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU). Dennoch gibt es einen entscheidenden Unterschied zur Schweiz: Hierzulande werden die Ergebnisse staatlich geprüft, in Deutschland soll das Instrument lediglich auf freiwilliger Basis und ohne staatliche Kontrolle zum Einsatz kommen. Dieser Ansatz sorgt nun für Zwist in der deutschen Regierung. Während von der Leyen auf der Freiwilligkeit des Instruments beharrt, fordert SPD-Arbeitsminister Olaf Scholz, dass die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und die Betriebsräte die Gehaltsstrukturen von Unternehmen überprüfen dürfen sollen.
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