Pentagon bricht mit Anthropic - und setzt auf OpenAI
Das US-Verteidigungsministerium beendet die Zusammenarbeit mit Anthropic und stuft das Unternehmen als "Lieferkettenrisiko für die nationale Sicherheit" ein. Nun hat Konkurrent OpenAI einen Vertrag über die Nutzung seiner KI-Systeme abgeschlossen - unter klaren Bedingungen, die den Einsatz für autonome Waffen oder inländische Überwachung verbieten sollen.
Anthropic ist nicht mehr im Geschäft mit dem US‑Verteidigungsministerium: Das Pentagon hat die Kooperation offiziell beendet und das Unternehmen als "Lieferkettenrisiko für die nationale Sicherheit" eingestuft, wie "SRF" berichtet. Hintergrund ist laut "Reuters" ein Konflikt zwischen den beiden Parteien: Anthropic wollte der Forderung des Pentagons nicht nachkommen, die Sicherheitsprotokolle in seinen KI-Systemen aufzuheben, die den Einsatz der Technologie für autonome Waffen und inländische Überwachung verhindern.
Die heutigen KI-Systeme seien für autonome Waffensysteme oder Massenüberwachung "einfach nicht zuverlässig genug". Pentagon-Sprecher Sean Parnell betonte, dass die Modelle nur "für alle rechtmässigen Zwecke" genutzt würden und nicht für inländische Überwachung oder autonome Waffen ohne menschliches Eingreifen. Dennoch könnten sich die Systeme in neuen Szenarien unvorhersehbar verhalten, was bei Waffeneinsätzen zu "Missionsversagen oder unbeabsichtigter Eskalation" führen könne.
Laut "Reuters" drohte das Pentagon dem KI-Unternehmen, bei Nichtbefolgung der Forderungen die Partnerschaft zu beenden. Mit Ablauf des Ultimatums wurde die Drohung Wirklichkeit: Das Pentagon stellte die Zusammenarbeit mit Anthropic ein.
Aus einer Mitteilung von Verteidigungsminister Pete Hegseth auf der Plattform X geht hervor, dass Anthropic seine Dienste dem Pentagon nur noch für maximal sechs weitere Monate anbietet, um einen Übergang zu einem, laut Hegseth, "besseren und patriotischeren Service" zu gewährleisten.
OpenAI setzt klare Bedingungen für KI‑Nutzung
Nun hat dafür ChatGPT-Entwickler OpenAI eine Vereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium getroffen, wie "Die Zeit" berichtet. Das Unternehmen habe dazu klare Bedingungen aufgestellt: Verboten seien unter anderem inländische Massenüberwachung, die Steuerung autonomer Waffen und automatisierte Entscheidungen mit weitreichenden Folgen. OpenAI behält die Kontrolle über seine Systeme und kann den Vertrag bei Verstössen kündigen, wie es weiter heisst.
Die Vereinbarung erlaube die Nutzung "für alle legalen Zwecke", solange geltendes Recht eingehalten werde. Anders als Anthropic soll OpenAI diese Bedingungen akzeptiert haben - weshalb das Pentagon dem Unternehmen den Zuschlag erteilte. Gleichzeitig äusserte OpenAI laut Bericht Solidarität mit Anthropic und forderte, das Unternehmen nicht als "Lieferkettenrisiko" einzustufen.
Übrigens: Eine Ankündigung von Anthropic sorgte Ende Februar für einen Kurssturz bei IBM: Das KI-Unternehmen will mit seinem Werkzeug Claude Code die Modernisierung der Programmiersprache Cobol automatisieren - mehr dazu lesen Sie hier.
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