Tiscali Schweiz wehrt sich gegen Kundenabwerbung

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Tiscali Schweiz wehrt sich gegen die Abwerbestrategien der Konkurrenz. Mit Sonderangeboten wollen die Mitbewerber Tiscali-Kunden gewinnen, die durch die bis Ende Jahr angekündigte Veräusserung von Tiscali Schweiz verunsichert sind. Den Anfang machte der Aargauer ISP Green.ch: Bis Ende Jahr werden bisherigen Tiscali-Kunden bei Green.ch alle ADSL- und Hosting-Services sowie die Aufschaltung erlassen. Ihm folgten weitere ISPs wie die Bündner I-Quest oder die Dübendorfer Inetconsult und sogar Sunrise mit ähnlichen Angeboten. Tiscali Schweiz will sich das Treiben nun nicht mehr gefallen lassen und kündigt Gegenwehr gegen "solche unseriösen Abwerbungsaktionen" an: "Die Tiscali AG hat deshalb bereits rechtliche Schritte gegen Unternehmen mit solch unfairen Praktiken angestrengt und wird dies auch in Zukunft so handhaben", lässt der Basler ISP heute nach einer Anfrage des NetzwocheTickers wissen. Diese Lockvogelangebote seien juristisch fragwürdig, da sie gewisse Kundengruppen bevorzugt behandelten und andere diskriminierten, präzisiert Tiscali. Ob sich gegen die Aktionen der Konkurrenz aber wirklich rechtlich vorgehen lässt, bleibt auch nach einer schriftlichen Stellungnahme des ISP, die dem NetzwocheTicker vorliegt, umstritten. Green.ch-CEO Guido Honegger ist sich jedenfalls sicher, dass sein Angebot rechtlich genügend abgesichert ist: "Wir haben alles mit unseren Rechtsanwälten abgeklärt. Unsere Aktion ist absolut wettbewerbskonform", versichert er auf Anfrage. Mit dem Ergebnis der Abwerbeaktion zeigt sich Honegger zufrieden: Bisher sei eine "hohe Hunderterzahl" von Tiscali-Kunden zu Green.ch übergewechselt.