Trojaner, Viren und Würmer verbreiten sich zunehmend über schlecht geschützte Sites
Im ersten Quartal dieses Jahres hat sich gemäss Sophos die Zahl neuer Trojaner, Viren und Würmer mehr als verdoppelt: Der Sicherheitsexperte registrierte in den ersten drei Monaten dieses Jahres 23'864 neue Schädlinge, vor einem Jahr waren es noch 9'450.
Dabei verbreiten die Virenprogrammierer ihre Malware zunehmend über infizierte Sites. Denn die Zahl verseuchter E-Mails schrumpfte von 1,3 Prozent in der Vorjahresperiode auf 0,4 Prozent. Dafür spürte Sophos im ersten Quartal durchschnittlich 5'000 neu infizierte Websites pro Tag auf. Bei diesen handelt es sich bei 70 Prozent um an sich harmlose Webpräsenzen, die nicht über einen angemessenen Schutz verfügen und daher für Hacker leichte Beute sind.
Prominentestes Beispiel für einen solchen Seuchenherd war die im Februar mit einem Schadcode versehene offizielle Website des US-Football-Teams Miami Dolphins. Zu diesem Zeitpunkt besuchten besonders viele User die Site - und steckten sich an -, weil das Team am darauf folgenden Wochenende Gastgeber des Super Bowls war.
Das Ranking der Länder, in denen sich im ersten Quartal am meisten webbasierte Schadprogramme verbreiteten, führt mit 41,1 Prozent China an. Mit einigem Abstand folgen die USA (29,2 Prozent) – die damit vom Siegerplatz verdrängt wurden. Deutschland und Russland teilten sich mit 4,6 Prozent den dritten Platz.
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