Versand von Malware-Mails mit Bezug auf die Schweiz nimmt zu

Uhr | Aktualisiert
von christian.walter@netzwoche.ch
Melani, die Melde- und Analysestelle zur Informationssicherung, beobachtet seit Anfang dieses Jahres, dass Malware-Mails mit Bezug zur Schweiz zugenommen haben. Ziel solcher Mails ist es, Schadsoftware auf dem Computer des Empfängers zu installieren. Die E-Mails berichten über einen angeblichen Reaktorunfall in der Nähe von Genf oder sie geben an, von russische Studentinnen in der Schweiz zu stammen, die auf der Suche nach einem Partner sind. In allen Fällen ist ein Link im E-Mail anzuklicken, der auf eine Internetseite führt. Dort wird der Benutzer aufgefordert, ein sogenanntes Plug-In herunterzuladen und zu installieren, um die visuellen Inhalte auf der Internetseite betrachten zu können. Damit lädt sich der Empfänger aber Schadsoftware auf den Computer, die etwa Logins, Passwörter oder Kreditkartennummern an die Angreifer übermitteln und E-Banking-Sitzungen übernehmen können. Daneben hat Melani beobachtet, dass die Aktivitäten zur Rekrutierung von sogenannten Finanzintermediären zugenommen hat. Dabei verschicken vor allem die vermeintlichen Unternehmen Rinky Ltd (in Deutsch) und der ExchangePL (in Englisch) Werbemails.
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