Sechs Projekte

Bund verabschiedet E-Government-Aktionsplan 2015

Uhr | Aktualisiert

Der Steuerungsausschuss E-Government Schweiz hat an einer Sitzung im Oktober sechs Vorhaben in den Aktionsplan 2015 aufgenommen. Somit erhalten diese Projekte die nötige finanzielle Unterstützung.

Switzerland, Berne, 04.03.2009 Bundeshaus Architektur. © 2009 Béatrice Devènes (Quelle: Bund)
Switzerland, Berne, 04.03.2009 Bundeshaus Architektur. © 2009 Béatrice Devènes (Quelle: Bund)

Der Steuerungsausschuss für die elektronische Verwaltung in der Schweiz hat sechs priorisierte Vorhaben für den Aktionsplan 2015 festgelegt. Damit erhalten die Projekte die finanziellen Mittel für die Umsetzung der Massnahmen, wie der Bund in einer Mitteilung schreibt. Drei Vorhaben würden ab 2015 von neuen federführenden Organisationen geleitet. Im Aktionsplan würden jährlich eine handvoll Vorhaben ausgewählt, die besonders vorangetrieben werden sollen, teilte der Bund mit.

Die folgenden sechs Projekte wurden in den Aktionsplan 2015 aufgenommen: Erstens muss die "Meldung für Adressänderungen, Wegzu oder Zuzug" nicht mehr mit einem Besuch auf der Behörde bekanntgegeben werden, sondern kann über das Internet eingereicht werden. Damit werde laut dem Bund die in Bevölkerungs-Umfragen am häufigsten gewünschte elektronische Behördendienstleistung realisiert. Zweitens würde die "E-Government-Architektur Schweiz" bei der Raumplanung für das E-Government dazu beigetragen, dass Lösungen mehrfach genutzt und Konstruktionsfehler vermieden werden können.

Drittens sollen auf einer "eCH-Prozessaustauschplattform" schweizweit Prozessbeschreibungen von Gemeinden und Kantonen publiziert und ausgetauscht werden. Das vierte Projekt betrifft den "Dienst für die Identifikation und Berechtigungsverwaltung". Dabei sollen am elektronischen Behördenverkehr beteiligte Partner mit elektronischen Identifikatoren versehen werden. Die Partner könnten auf diese Weise zuverlässig erkennen, mit wem sie kommunizieren. Mit dem fünften Projekt, "Open Government Data", will der Bund den Zugang zu Behördendaten ausbauen. Und schliesslich befasst sich das sechste Projekt mit der "Umsetzung der Cloud Computing-Strategie Schweiz". Dabei geht es um die Auswahl von geeigneten und sicheren Cloud-Angeboten für die Behörden.

Finanzielle Mittel zur Beschleunigung

Seit 2007 treiben Bund, Kantone und Gemeinden E-Government in der Schweiz nach einer gemeinsamen Strategie voran. 2011 wurden die Bedingungen dazu erneuert, um die Umsetzung zu beschleunigen. Priorisierte Vorhaben erhalten damit laut Bund die Möglichkeit, finanzielle Unterstützung für die Umsetzung spezifischer Massnahmen zu beantragen. Die Mittel des Aktionsplans werden zur Hälfte vom Bund und zur Hälfte von den Kantonen bereitgestellt.

In der Studie E-Government Monitor 2014 hat die Schweiz laut der Mitteilung gut abgeschnitten. 87 Prozent der Nutzer seien mit den Online-Angeboten von Bund, Kantonen und Gemeinden zufrieden. Bei der Nutzung der E-Government-Angebote bestehe jedoch noch Aufholbedarf: 61 Prozent der befragten Schweizer haben im Laufe des Jahres E-Government-Angebote genutzt.

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