ABB leidet unter Euroschwäche
Im zurückliegenden Geschäftsjahr hat ABB weniger Umsatz und Gewinn verbucht. Der Konzern zog aber mehr Aufträge an Land. Währungsschwankungen verhagelten die Bilanz von ABB zusätzlich.
Der Spezialist für Energietechnik ABB hat ein hartes Geschäftsjahr hinter sich gebracht. Wie den heute veröffentlichten Geschäftszahlen zu entnehmen ist, sank der Umsatz im Jahr 2014 um 5 Prozent auf 39,8 Milliarden US-Dollar. Im gleichen Zeitraum ging der Netto-Gewinn um 7 Prozent auf rund 2,6 Milliarden Dollar zurück, obwohl der Konzern erneut mehr als eine Milliarde Dollar eingespart hat.
Gute Bestelleingänge
ABB CEO Ulrich Spiesshofer sprach daher von einem anspruchsvollen Jahr für das Unternehmen. Es gab Herausforderungen im Bereich "Power Systems" und der Auftragsüberhang aus dem Vorjahr war nur gering.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2014 verzeichnete ABB aber wieder besser gefüllte Bücher. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Bestellungen um 7 Prozent, auf 41,5 Milliarden Dollar. Besonders Grossaufträge, mit einem Wert von über 15 Millionen Dollar, legten um 50 Prozent zu. Spiesshofer zeigte sich aufgrund eines stärkeren Auftragüberhangs für das aktuelle Geschäftsjahr optimistischer.
Währung belastet Bilanz
Die Schwäche des Euros gegenüber dem Franken und dem US-Dollar hat die Konzernbilanz erheblich eingetrübt, schreibt das Unternehmen. Der Wert der Bestellungen reduzierte sich dadurch um 5 Prozent und der Umsatz um 6 Prozent.
Sollte die Euroschwäche anhalten, wird sich der negative Einfluss auf die Bilanz fortsetzen, teilt ABB mit. Genaue Angaben über Gewinn- und Umsatzerwartungen für das Jahr 2015 machte das Unternehmen noch nicht.
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