24 Milliarden US-Dollar bereitgestellt

Update: Xerox beschafft sich monetäre Munition im Übernahmekampf mit HP

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Xerox legt im Übernahmestreit mit HP Inc. nach. Das Unternehmen habe von Banken 24 Milliarden US-Dollar für den Deal zugesichert bekommen, schreibt CEO John Visentin in einem offenen Brief.

(Source: AndreyPopov / iStock.com)
(Source: AndreyPopov / iStock.com)

Update vom 7. Januar 2020: Xerox lässt nicht locker. In einem offenen Brief an das Management von HP Inc. präsentiert Xerox-CEO John Visentin neue Argumente für eine Übernahme des Hardware-Herstellers. Er reagiert damit auf die Ablehnung von Seiten HPs.

Im Dialog mit Aktionären von HP habe sich herausgestellt, dass eine Fusion der beiden Unternehmen Vorteile mit sich bringe, schreibt Visentin. Die Aussage HPs, Xerox verfüge nicht über die Mittel zur Übernahme, kontert er mit Garantien von Banken. Citi, Mizuho und die Bank of America hätten Xerox 24 Milliarden US-Dollar für den Deal zur Verfügung gestellt.

Update "Xerox droht mit feindlicher Übernahme, HP schiesst zurück" vom 26. November 2019: Xerox hat laut einem Bericht von "Reuters" mit einer feindlichen Übernahme von HP Inc. gedroht. Xerox werde diese Option erwägen, sollte HP "freundlichen" Gesprächen zwischen den beiden IT-Unternehmen nicht zustimmen und seine Bücher nicht vor dem 25. November offenlegen. Dies geschah nicht.

Der Übernahmekandidat reagierte prompt auf die Drohung. In einem offenen Brief wies HP-CEO Enrique Lores das Angebot von 22 US-Dollar pro Aktie erneut zurück. Er richtete dabei deutliche Worte an das Xerox-Management: "In Ihren aggressiven Worten und Handlungen wird deutlich, dass Xerox bestrebt ist, eine mögliche Zusammenführung zu opportunistischen Bedingungen und ohne ausreichende Informationen zu erzwingen", heisst es in dem Schreiben.

Originalmeldung "HP Inc. gibt Xerox einen Korb - vorerst" vom 18. November 2019: HP Inc. hat auf das Übernahmeangebot von Xerox reagiert. Wie die Nachrichtenagentur "Bloomberg" berichtet, wies die Geschäftsleitung von HP Inc. das Angebot einstimmig zurück. Der Preis von 22 US-Dollar pro Aktie sei zu tief. Zudem stehe Xerox im Druckermarkt aktuell vor Herausforderungen. Die Aussichten des Unternehmens seien nicht besonders rosig.

Gegenüber einer Fusion der beiden Druckerhersteller sei HP Inc. grundsätzlich offen. Vorher müssten allerdings prinzipielle Fragen geklärt werden. Dies hätten CEO Enrique Lores and Chairman Chip Bergh in einem Brief an Xerox-CEO John Visentin gefordert. Insbesondere der Umsatzrückgang von Xerox seit Juni 2018 stelle ein Problem dar.

Die Übernahmepläne waren Anfang November bekannt geworden. HP Inc. ist mit einem Marktwert von rund 27 Milliarden Dollar etwa dreimal so gross wie Xerox. HP wie auch Xerox haben sich in letzter Zeit bemüht, ihre Unternehmen neu auszurichten, wie Sie hier lesen können. Auch eine Fusion stand dabei immer wieder im Raum.

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