Die Schweiz gehört zur internationalen ICT-Spitze
Wussten Sie, dass die Schweizer Telekommunikationsbranche etwa gleich viel Umsatz erzielt wie die in Saudi-Arabien? Dies und mehr verrät die aktuellste Ausgabe der Studie "Measuring the Information Society".
Die "International Telecommunication Union" (ITU) hat die neuste Ausgabe der Studie "Measuring the Information Society" herausgegeben. Die in Genf ansässige UNO-Organisation untersuchte dafür zum vierten Mal die Informations- und Kommunikationstechnik in über 150 Ländern. Wie hat die Schweiz abgeschnitten? Die Redaktion hat sich den Bericht genauer angeschaut.
Der Bericht stützt sich grundsätzlich auf drei Themenpfeiler: Der erste Pfeiler ist der "ICT Development Index" (IDI), der einerseits die Entwicklung der ICT-Branche verschiedener Länder und zudem den globalen digitalen Graben misst. Der zweite Pfeiler ist der "ICT Price Basket" (IPB), der misst, wie erschwinglich ICT-Dienstleistungen in den verschiedenen Ländern und Regionen sind. Zudem beleuchtet er die preisliche Entwicklung im Laufe der Zeit. Der dritte Pfeiler beleuchtet den Gewinn und die Investitionen in der Telekommunikation in den jeweiligen Ländern.
Wie steht die Schweiz da?
Beim ersten Pfeiler, dem IDI, belegt die Schweiz den 10. Rang und verliert damit im Vergleich zum Vorjahr einen Platz. An erster Stelle steht Südkorea, das bereits im Vorjahr den ersten Platz belegte. Darauf folgen nordische Länder wie Schweden, Dänemark, Island und Finnland. Die Niederlande, Luxemburg, Japan und das Vereinigte Königreich belegen die Plätze 6 bis 9. Letzplatziertes Land ist Niger.
Beim IPB-Pfeiler belegt die Schweiz den elften Platz. Macao (China) belegt hier den ersten Platz, gefolgt von Norwegen, Singapur, Katar und Luxemburg. Danach folgen die Vereinigten Arabischen Emirate, Dänemark, Hongkong, Schweden sowie die USA. Letzplatziertes Land ist Madagaskar.
Für den dritten Pfeiler, der den Gewinn und die Investitionen in der Telekommunikation beleuchtet, hat es die Schweiz nur knapp in die Top 20 geschafft und belegt Rang 19. Saudi Arabien steht auf Platz 18 und liegt damit knapp vor der Schweiz. An erster Stelle stehen die USA, gefolgt von Japan und China. Den Rang 20 belegt die Türkei. Was auffällt: Das Entwicklungsland Indien liegt in dieser Rangliste auf Platz 14, inmitten hochentwickelter Länder wie Australien, Kanada oder den Niederlanden. Laut der Studie hat sich die Netzabdeckung stark erhöht und der Markt ist stark gewachsen.
Hintergründe zum Bericht
Die ITU mit Sitz in Genf ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen für Informations-und Kommunikationstechnologien. Durch ihre Arbeit schützt und unterstützt die Organisation nach eigener Aussage das Grundrecht aller Menschen, miteinander zu kommunizieren.
Der Bericht ist breit abgestützt. Genutzt wurden Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD und des Statistischen Amts der Europäischen Union. Auch der Internationale Währungsfonds, die Weltbank und diverse UNO-Organisationen steuerten Zahlen bei.
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