Merkwürdiges aus dem Web

Fahren unter Strom

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CE- und IT-Welt fördern immer wieder Erstaunliches und Kurioses zutage, das zum Schmunzeln anregt. Die seltsamsten ­Kurznews immer in der Rubrik «Curiosities». Gute Unterhaltung!

(Quelle: LCOSMO / iStock.com)
(Quelle: LCOSMO / iStock.com)

Das lettische Designstudio Creative Mode hat einen Elektroschocker für ­Autofahrer erfunden. Was sich spassig anhört, hat einen ernsten Hintergrund. Wie die Macher des Elektroarmbands Steer schreiben, sterben durchschnittlich rund 30 000 Menschen auf der Strasse, weil der unfallverursachende Autofahrer übermüdet war. Creative Director Vlad Ilyin verspricht mit dem Gadget eine weit sicherere Fahrt. Steer soll den berüchtigten Sekundenschlaf mit 16 Sensoren verhindern. Die kämen auch in Polizeidetektoren zum Einsatz und messen die Herzfrequenz des autofahrenden Trägers. Sie messen aber auch die Hautleitfähigkeit, die steigt, wenn der Träger schwitzt. Sind die Werte im roten Bereich, zwickt das Armband den Träger mit einem laut Creative Mode «sanften» elektrischen Impuls.

 

Amazon taucht unter

Es klingt wie in einem abgefahrenen Science-Fiction-Film: Amazon will Pakete unter Wasser lagern, wie chip.de unter Bezug auf einen Patentantrag des Versandhändlers schreibt. Im Patent mit der Nummer US 9,624,034 B1 beschreibt Amazon die Idee: Die Ware wird in Kisten verstaut und gelangt über ein Fliessband unter Wasser. Sobald ein Kunde das Produkt kauft, öffnet sich ein Ballon und die Kiste treibt an die Wasseroberfläche. Amazon plant offenbar im grossen Stil. So ist im Patent von mehreren Ebenen die Rede. Was häufig gekauft wird, soll knapp unter der Wasseroberfläche wabern, tief unten im Wasser schlummern dann die Ladenhüter.

 

Bin ich schon drin?

Die Pornosite Camsoda hat für seine Mitglieder ein neues Log-in-Verfahren lanciert. Wie cnet.com schreibt, dient männlichen Nutzern ihr Glied als Account-Schlüssel. Laut Camsoda ist ein Penis so einzigartig wie ein Fingerabdruck. Die Betreiber der Seite hätten eigens dafür eine Penis-Erkennungssoftware namens «Dick-ometrics» entwickelt. Damit sie funktioniert, braucht die «Penis Recognition Technology» ein Foto des Glieds des Nutzers. Später gilt es nur noch, das Gemächt vor die Kamera zu halten und schon ist man drin, im System. Besonders gut funktioniert das laut der Plattform, wenn der Penis erigiert ist. Dann erkenne die Software einzigartige Merkmale wie Venen oder Umfang besser. Die Bilder sind verschlüsselt und landen in keiner ominösen Datenbank, wie Darren Press, Vizepräsident des schlüpfrigen Portals, versichert. Während sich im Notfall sonst der Fingerabdruck abfeilen lässt, wäre das beim Dick-ometric ein schwierigeres Unterfangen.

 

AI-aiaiai, das kommt uns spanisch vor

IT-Konzerne aus dem Silicon Valley wie Facebook, Google und Co. forschen an künstlichen Intelligenzen (AI), die mit Menschen interagieren können. Trotz Terminator, trotz aller Warnungen von klugen Köpfen vor künstlicher Intelligenz wie etwa von Tesla-Gründer Elon Musk: Die Forschung geht weiter. Doch nun ging sie bei Facebook zu weit. Zwei Bots entwickelten ein Eigenleben. Wie Fast Co. Design berichtet, schalteten Facebooks Forscher ein AI-System aus, weil sich zwei Bots namens Bob und Alice in einer für Menschen unverständlichen Sprache unterhielten. Eigentlich sollten sie Englisch sprechen, doch mit der Zeit entwickelten sich Gespräche wie dieses: Bob: «I can can I I everything else.» Alice: «Balls have zero to me to me to me to me to me to me to me to me to.» Das ist kein Kauderwelsch, sondern eine Geheimsprache, wie Facebook-Forscher Dhruv Batra sagt. Die Bots würden Codewörter erfinden, damit das Gespräch unverständlich für Aussenstehende sei. Da der Denkprozess komplexer AIs nicht einsehbar sei, verstehe man sie nicht, sagt Batra. Alice und Bob wurden laut dem Forscher angehalten, sich nur noch auf Englisch zu unterhalten.

 

Sorry, can’t talk ATM

In der texanischen Hafenstadt Corpus Christi haben manche wohl ihren Augen nicht getraut, als der Bankomat beim Geldabheben zusätzlich zum Geld einen handgeschriebenen Hilferuf ausspuckte. Die Botschaft: «Bitte hilf mir. Ich stecke fest und habe mein Telefon nicht bei mir. Bitte ruf meinen Chef an.» Absender war ein Handwerker, der ein Türschloss austauschen sollte, das zum Raum mit dem Geldautomaten führt. Ungeschickterweise liess er nicht nur die Karte im Auto, mit der er wieder aus dem Raum hätten gelangen können, sondern auch sein Handy. So steckte er in der Not jedem Bankkunden einen Zettel durch den Geldschlitz zu. Laut Polizei waren etliche solcher Zettel nötig, bis sich endlich ein Kunde seiner erbarmte. Viele hätten die Botschaft für einen Scherz gehalten. Die Polizei habe den Pech­vogel schliesslich mit einem beherzten Tritt in die Tür befreien können.

 

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