Bakom fordert mehr Markt
Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat in einem Mediengespräch am 25. Juli für mehr Wettbewerb auf dem Schweizer Markt für Telekommunikation plädiert. Der Markt, der seit zwei Jahren stagniere, brauche neue Impulse, um die Preise weiter zu senken. Die Schweizer würden in Europa immer noch weit am meisten für Telekom-Dienstleistungen ausgeben, nicht zuletzt wegen der hohen Interkonntektionspreise. Neue Impulse seien vor allem im Interesse der Kunden und ihrem Zugang zur Information auch im Breitbandbereich sowie des Wirtschaftsstandorts Schweiz wünschenswert. Bakom-Direktor Marc Furrer erhofft sich solche Impulse unter anderem von der geplanten Aufhebung des Swisscom-Monopols auf der letzten Meile, die ja auf dem Verordnungsweg ab frühestens Februar 2003 gelöst werden soll. Als Motor für ein weiteres Wachstum der Telekommunikationsbranche sieht das Bakom vor allem die Breitband-Angebote für private Anwender, aber auch im Geschäftsbereich. Insgesamt stiegen die Breitbandanschlüsse in der Schweiz von 43000 (5000 ADSL, 38000 Kabelmodem) im Jahr 2000 auf 250000 im Mai 2002 (95000 ADSL, 155000 Kabelmodem). Damit liegt die Schweiz in der Dichte der Breitbandanschlüsse pro Einwohner immer noch unter dem EU-Durchschnitt.
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