Bakom zur Lage der Telekommunikation-Nation Schweiz

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Gestern informierte das Bundesamt für Kommunikation anlässlich Ihres Mediengesprächs über den Zustand der Telekommunikation in der Schweiz. Während man das Webdialer-Problem weitgehend in den Griff bekommen hat und die Beschwerden seit Ankündigung des Verbots von 150 auf weniger als 50 gesunken sind, scheint gegen Viren und Spams kaum ein Kraut gewachsen zu sein. Hier seien internationale Anstrengungen notwendig, so das Bakom, welche den jährliche Produktionsverlust in der Schweiz verursacht durch Spam und vireninfiszierten Mails auf rund vier Milliarden Franken schätzt. Unzufrieden ist das Bakom auch mit der Preisentwicklung in der Schweiz. Vor allem die Mobilfunkpreise lägen weit über dem europäischen Mittel. Dies aufgrund der besonderen Marktsituation in der Schweiz. So kommt die Swisscom mit 62 Prozent auf mehr Marktanteil als ihre einzigen beiden Mitbewerber, Sunrise und Orange, zusammen. Dies dürfte auch in absehbarer Zeit so bleiben, da der Markt Sättigungserscheinungen zeige und daher kaum mehr mit neuer Dynamik zu rechnen sei. Ebenfalls im internationalen Vergleich sehr teuer in der Schweiz ist die Fixnetztelefonie, dies, so das Bakom, vor allem wegen der hohen Interkonnektionspreise. Erfreulich hingegen entwickelt sich in der Schweiz die Verbreitung des Breitbandinternet. Hier befindet sich die Schweiz unter den fünf stärksten EU-Länder.