Big Brother Awards 2006: Christoph Blocher erhält Auszeichnung

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Gestern Abend wurden in Basel die siebten Big Brother Awards verliehen. Damit werden Unternehmen, Institutionen und Personen ausgezeichnet, die im vergangenen Jahr die schlimmsten Datenschutzverletzungen begingen.
In der Kategorie Staat ging die Negativauszeichnung an den Gesamtbundesrat, vertreten durch EJPD-Vorsteher Christoph Blocher, für die geplante Verschärfung des "Bundesgesetzes über Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit". Grösster Schnüffler war in der Kategorie Business die Krankenkasse CSS, die mehreren hundert Mitarbeitenden über ein Online-System Zugriff auf sensible Gesundheitsdaten ihrer Kunden erlaubt. Weitere Kandidaten dieses Bereichs waren Microsoft, Cablecom und Swisscom. In der Kategorie Arbeitsplatz fiel die Media-Markt-Filiale in Dietikon am negativsten auf; deren Geschäftsleiterin liess die Angestellten systematisch mit Videokameras überwachen.