Bund entzieht Unisys Insieme-Projekt - Unisys wird Beschwerde einreichen
Das Bundesamt für Bauten und Logistik, Teil des Finanzdepartements, hat entschieden, die Zusammenarbeit mit Unisys beim IT-Projekt Insieme zu beenden. Anfang August brachte der Netzwocheticker in Erfahrung, dass Unisys den Zuschlag eventuell verliert, weil die beiden Parteien sich nicht über die Details des Werkvertrags einigen konnten.
Gemäss einer Meldung im Schweizer Handelsblatt (SHAB) wurde die Ausschreibung nun abgebrochen. Der Zuschlag sei vor 16 Monaten erfolgt, ohne dass in der Zwischenzeit ein alle Leistungsbestandteile umfassender Beschaffungsvertrag abgeschlossen werden konnte, so die Begründung im SHAB. Der damalige Leistungsbeschrieb werde den heutigen Anforderungen und den auf dem Markt verfügbaren Lösungsmöglichkeiten nicht mehr gerecht. Wie Ueli Burkhard, im Finanzdepartement Insieme-Koordinator, gegenüber des Netzwochetickers sagte, soll der Auftrag nun überarbeitet und neu ausgeschrieben werden. Er rechnet damit, dass die zweite WTO-Ausschreibung im Frühling erfolgen wird. Über das Projektvolumen ist nichts Genaues bekannt. Gemäss Burkhard lagen die damaligen Angebote zwischen 26 und 99 Millionen Franken. Insider sagten dem Netzwocheticker, dass das Projektvolumen mit Unisys 70 Millionen Franken betragen habe.
Mit Insieme will die eidgenössische Steuerverwaltung ihre IT komplett erneuern. Unisys erhielt den Zuschlag im Rahmen einer WTO-Ausschreibung im März 2006. Unisys kann beim Bundesverwaltungsgericht nun eine Beschwerde einreichen. Aus gut informierter Quelle erfuhr der Netzwocheticker, dass Unisys dies tun wird.
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