Cyberkriminelle attackieren immer häufiger Social-Networking-Sites

Uhr | Aktualisiert
von fgr@netzwoche.ch
Etablierte, häufig besuchte Internetportale und Social-Networking-Sites rücken ins Visier der Cyberkriminellen. So lautet die Kernaussage des halbjährigen Internetsicherheitsreports von Symantec, den der Sicherheitsanbieter gestern in Zürich vorstellte. Hauptziel der meisten Attacken sind vertrauliche Anwenderinformationen, die ein Angreifer finanziell nutzen kann. Zwar ist der Computer hier noch immer Angriffsziel Nummer eins, doch Attacken auf Websites werden immer häufiger. So ist die Zahl der Server, auf denen betrügerische Webseiten gehostet werden, im zweiten Halbjahr 2007 weltweit um 167 Prozent auf 87'963 angestiegen. Am beliebtesten für solche Attacken sind Social-Networking-Sites. Diese seien relativ leicht zu kopieren, zudem seien die Anwender weniger misstrauisch, erklärt Symantec. Bei häufig besuchten Entertainment-Sites oder Web-Shops nutzen Angreifer gezielt Schwachstellen aus, um bösartige Inhalte zum Download anzubieten. 18 Prozent der bösartigen Aktivitäten in der Emea-Region wurden von Computern in Deutschland aus ausgeführt, zeigt der Report weiter auf. Damit ist Deutschland im Raum Emea für die meisten Attacken verantwortlich und liegt weltweit hinter den USA und China auf Platz drei. Das liegt laut Symantec an den aus Kostengründen mangelhaften Schutzmassnahmen vieler ISPs. Zudem surfen in Deutschland viele Nutzer mit Breitband. Die Schweiz belegt Platz 28 und ist bloss für ein Prozent des Spams verantwortlich – und dies auch nur regional. Weltweit wird aus der Schweiz laut Symantec praktisch kein Spam verschickt.
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