Update: Bund gibt Startschuss für mobiles Sicherheitskommunikationssystem
Mit der Unterzeichnung des Projektinitialisierungsauftrags hat der Bundesrat das Projekt zum mobilen Sicherheitskommunikationssystem (MSK) gestartet. Somit kann das VBS mit der Planung und Durchführung des MSK-Vorprojekts loslegen.
Update vom 18.06.2026: Die Bundesräte Martin Pfister und Beat Jans haben gemeinsam mit Landesfähnrich Jakob Signer, Präsident der Regierungskonferenz Militär, Zivilschutz und Feuerwehr, und Regierungsrätin Karin Kayser-Frutschi den Startschuss für das Projekt zum mobilen Sicherheitskommunikationssystem (MSK) gegeben. Dies teilt das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mit.
Damit kann die Behörde mit der Projektplanung und Durchführung des Vorprojekts für das MSK loslegen. Das VBS arbeite dabei mit den Partnern des Sicherheitsverbundes Schweiz (SVS) sowie den Kantonen zusammen.
Seit Anfang 2026 hat das VBS laut Mitteilung gemeinsam mit den Stakeholdern die Grundlagen für die Initialisierung in den Bereichen Zielsetzung, Governance und Zeitplan erarbeitet. Für Aufbau, Betrieb und Weiterentwicklung des MSK werde wie angekündigt das Kommando Cyber verantwortlich sein.
VBS erarbeitet Projektgrundlagen
Mit dem MSK-Vorprojekt sollen gemäss Mitteilung die fachlichen, organisatorischen, finanziellen und technischen Grundlagen für das Hauptprojekt und dessen späteren Betrieb geschaffen werden. Eine enge Zusammenarbeit mit den Benutzerorganisationen habe dabei für das VBS hohe Priorität.
Im Vorprojekt werde man die Anforderungen der verschiedenen Interessengruppen aufeinander abstimmen sowie den Projektumfang festlegen. Zudem werden Einsatzszenarien und -konzepte erarbeitet, wie es weiter heisst. Auch Konzepte für die Lösungsarchitektur sowie für Betrieb, Support und Service-Management sollen entstehen. Finanzierungsmodelle wollen Bund und Kantone gemeinsam abstimmen. Zudem sollen Migrations- und Skalierungsszenarien entwickelt werden.
Abschluss des Projekts WEP2030 per Mitte 2026
Das Projekt "Werterhalt Polycom 2030" (WEP2030) soll Mitte 2026 abgeschlossen werden. Damit sei der Betrieb des heutigen Polycom-Systems bis 2035 gewährleistet. Das ursprüngliche Budget werde eingehalten, schreibt das VBS.
Insgesamt schliesst das Projekt laut Mitteilung nach einer Laufzeit von zehn Jahren mit einer Verzögerung von sechs Monaten ab.
Update vom 02.04.2026:
Update: Bund definiert mobiles Sicherheitskommunikationssystem als Schlüsselprojekt
Bis 2035 will der Bundesrat das System Polycom ablösen. Nun definiert er, dass das Projekt zum Aufbau eines neuen mobilen Sicherheitskommunikationssystems (MSK) als Schlüsselprojekt der Bundesverwaltung geführt wird, wie der Bund mitteilt.
"Schlüsselprojekte sind Projekte oder Programme der Bundesverwaltung im Bereich der digitalen Transformation und der Informatik, die aufgrund ihrer Grösse, ihrer strategischen Bedeutung, ihrer Komplexität oder ihrer Risiken von besonderer Relevanz sind", heisst es in der Mitteilung. Solche Vorhaben würden eine verstärkte Lenkung, Koordination und Überwachung erfordern. Zudem führe die Eidgenössische Finanzkontrolle bei Schlüsselprojekten systematische Prüfungen durch. Ansonsten bleiben laut Mitteilung aber dieselben Departemente und Verwaltungseinheiten verantwortlich.
Originalmeldung vom 15.01.2026:
Bund stellt mobiles Sicherheitskommunikationssystem unter neue Leitung
Bundesrat und Chef des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), Martin Pfister, stellt das Projekt für eine Polycom-Nachfolge unter eine neue Leitung. Das Projekt zum Aufbau eines neuen mobilen Sicherheitskommunikationssystems (MSK) wird künftig vom Kommando Cyber, Teil der Gruppe Verteidigung, geführt. Das VBS startete zusammen mit den Kantonen das Vorprojekt, welches bisher vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) geleitet wurde. Ursprünglich liess der Bund übrigens prüfen, das Projekt von den Kantonen und namentlich deren Stelle für Polizeitechnik und -informatik (PTI) führen zu lassen.
Vom Leitungswechsel zum Kommando Cyber erhofft sich der Bund, gemeinsame Potenziale mit dem Projekt "Telekommunikation der Armee" und "Mitnutzung ziviler Dienste" (MzD) besser ausschöpfen zu können, wie es in der Mitteilung heisst. MSK und MzD blieben jedoch eigenständig geführte Projekte, hält das VBS fest.
Das Polycom-Netz soll bis 2035 abgelöst sein. Entsprechend dringlich sei der Aufbau "einheitlichen, krisen- und ausfallsicheren Systems für die mobile, breitbandige Sicherheitskommunikation von Bund, Kantonen und Dritten".
Im Rahmen eines Vorprojekts werden im Laufe des Jahres nun die Aufgaben, Kompetenzen, Verantwortlichkeiten, Finanzierung und die Projektorganisation für MSK definiert, wie es weiter in der Mitteilung heisst. Auch die Governance soll bis dahin definiert und vom Bundesrat sowie von den zuständigen kantonalen Regierungskonferenzen verabschiedet sein.
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